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Der Rückgang des VIX spiegelt die Ruhe des Sommers wider

Der VIX fiel am Freitag auf 14,13 und damit auf den niedrigsten Stand des Jahres 2026. Die kurzfristigen Ausschläge bei der Volatilität, die im Frühjahr durch Schlagzeilen über den Iran-Krieg kurzzeitig nach oben geschnellt waren, haben sich damit im Sommer wieder nach unten entwickelt.

Der CBOE Volatilitätsindex misst die für die kommenden 30 Tage erwartete Schwankungsbreite und wird aus Optionen auf den S&P 500 abgeleitet. Ein Anstieg des Index bedeutet daher nicht automatisch fallende Aktienkurse, sondern zeigt vor allem, dass der Markt mit stärkeren Kursbewegungen rechnet.

Welche Niveaus deuten historische Daten an?

Die Mediane nach 1990 zeigen, dass die Volatilität ab Ende August tendenziell schrittweise anzieht. Dem saisonalen Muster zufolge kann der Markt von der Ruhe des Spätsommers in deutlich breitere Handelsspannen im Herbst übergehen.

  • Der mediane VIX-Wert liegt Ende August bei rund 16,5.
  • Zur Mitte des Septembers steigt er auf etwa 18.
  • Anfang Oktober wird ein Median von ungefähr 19 verzeichnet.

Warum der Herbst für den S&P 500 genau beobachtet wird

Aus Sicht des S&P 500 gilt der September seit 1950 historisch als schwächster Monat. Für diesen Zeitraum wird ein durchschnittlicher Rückgang von 0,6 % genannt.

Der eigentliche Blick richtet sich jedoch nicht nur auf den September. Vor allem in Jahren mit Zwischenwahlen in den USA kann der Druck auf Aktien zwischen Spätsommer und Frühherbst zunehmen, während sich im späteren Jahresverlauf häufiger eine Erholung abzeichnet. Das historische Muster zeigt: Der September ist oft schwach, Oktober und November können dagegen stärker ausfallen.

Wie verändert sich das Muster in Zwischenwahljahren?

Der Wahlkalender gilt als einer der Faktoren, die saisonale Schwankungen sichtbarer machen. Demnach kann der Markt nach einer Phase vorübergehenden Drucks Richtung Jahresende einen freundlicheren Verlauf einschlagen.

Was ist die eigentliche Botschaft für den Markt?

Die Daten liefern kein sicheres Handelssystem, das sich allein am Kalender orientiert. Dennoch deutet der Schluss des VIX im August auf dem Niveau von 14 darauf hin, dass ein Anstieg des Index im September und Oktober in den hohen Zehnern oder sogar in den niedrigen bis mittleren 20er-Bereich nicht automatisch als ungewöhnlicher Bruch gewertet werden sollte.

Unterm Strich dürfte die derzeitige Ruhe an der Wall Street nicht von Dauer sein. Ein möglicher Anstieg der Volatilität würde jedoch nicht zwingend bedeuten, dass sich der Markt verschlechtert hat, sondern könnte auch auf eine Rückkehr zu einem historisch typischen Preisverhalten hindeuten.

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