Deere steigert Gewinn im dritten Quartal
Deere hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 den Nettogewinn im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 1,379 Milliarden US-Dollar erhöht. Der verwässerte Gewinn je Aktie stieg von 4,75 US-Dollar auf 5,10 US-Dollar, während die Gesamtergebnisse trotz rückläufiger Verkäufe im größten Geschäftsbereich robust blieben.
Auf der Bilanzpressekonferenz am 20. August hob das Unternehmen seine Erwartung für den Nettogewinn im Gesamtjahr auf eine Spanne von 4,75 Milliarden US-Dollar bis 5,00 Milliarden US-Dollar an. Den Ausschlag gaben vor allem Bereiche rund um Straßenbau sowie Rasen- und Gartengeräte und weniger das Geschäft mit Feldtraktoren.
Bau- und kleine Agrarsegmente treiben das Wachstum
Infrastruktur- und Rechenzentrumsprojekte stützen die Bestellungen
Im Bereich Construction and Forestry stiegen die Nettoumsätze um 18 Prozent auf 3,618 Milliarden US-Dollar. Die operative Marge legte von 7,7 Prozent im Vorjahr auf 12,1 Prozent zu; das Management erklärte, große Infrastrukturprojekte, der Bau von Rechenzentren und ein starker Auftragsbestand der Bauunternehmen reichten inzwischen bis ins Geschäftsjahr 2027.
Für Bodenbewegungsmaschinen in den USA und Kanada hob das Unternehmen seine Wachstumsprognose für 2026 auf 5 bis 10 Prozent an. Auch bei Straßenbaumaschinen wird für das Gesamtjahr weltweit ein Wachstum von rund 10 Prozent erwartet.
Höhere Marge bei kleinen Agrar- und Rasenmaschinen
Die Umsätze im Bereich Small Ag and Turf stiegen um 12 Prozent auf 3,383 Milliarden US-Dollar. Dank eines günstigen Produktmixes und höherer Preise kletterte die operative Marge von 16 Prozent auf 18,4 Prozent; zudem stützten starke Rindfleischpreise und solide Margen bei Milchproduzenten die Nachfrage.
Auch die Lage im Vertriebskanal besserte sich. Die Bestände an gebrauchten Traktoren mit hoher Leistung aus den Modelljahren 2023 und 2024 sanken im Jahresvergleich um rund 40 Prozent, während sich der Abstand zwischen Neu- und Gebrauchtmaschinenwerten nach Unternehmensangaben weitgehend normalisiert hat.
- Die Nutzung von SmartGrade ab Werk stieg seit Jahresbeginn um mehr als 50 Prozent.
- Bei See & Spray wird nahezu eine Verdopplung der Auslieferungen erwartet; in Nordamerika ist das System bei etwa einem Drittel der bestellten Spritzen verbaut.
- Das John Deere Operations Center überwacht 520 Millionen Acre über 1,2 Millionen vernetzte Maschinen und zählt monatlich 450.000 aktive Nutzer.
- Das Unternehmen erhielt in diesem Geschäftsjahr 382 Millionen US-Dollar an Zollerstattungen; davon wurden 110 Millionen US-Dollar im dritten Quartal verbucht.
Schwäche bei Großtraktoren und Kostendruck bleiben bestehen
Südamerika und Europa belasten die Verkäufe
Im Segment Production and Precision Agriculture gingen die Nettoumsätze um 6 Prozent auf 3,998 Milliarden US-Dollar zurück. Die operative Marge fiel von 13,6 Prozent auf 13,2 Prozent; dafür waren niedrigere Auslieferungsvolumina in Südamerika und Europa verantwortlich.
Für dieses Segment erwartet das Unternehmen im Gesamtjahr weiter einen Umsatzrückgang von rund 10 Prozent. In Südamerika wurde der Branchenausblick auf einen Rückgang von 15 bis 20 Prozent gesenkt, während in Europa hohe Inputkosten sowie Unsicherheit durch Hitze und Dürre die Investitionsbereitschaft der Landwirte bremsen.
Zölle und Marktkennzahlen im Blick
Für den Markt großer Landmaschinen in den USA und Kanada bleibt die Erwartung bei einem Minus von 15 bis 20 Prozent, während auch bei Forstmaschinen weltweit ein Rückgang von rund 10 Prozent erwartet wird. Trotz der Zollerstattungen rechnet Deere im laufenden Geschäftsjahr mit direkten Zollkosten von rund 1,1 Milliarden US-Dollar.
Am Markt sank die Zahl der Hedgefonds mit einer Position in dem Unternehmen im jüngsten Quartal von 62 auf 59. Zum 26. August wurden die Aktien mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 27,03 gehandelt, während die Leerverkaufsquote bei 1,88 Prozent des Freefloats lag.
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