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Cleveland-Fed-Präsidentin Beth Hammack hat beim jährlichen Symposium der US-Notenbank Fed in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming ihre Haltung zugunsten einer Zinserhöhung bekräftigt. Hammack erklärte, die am Mittwoch veröffentlichten Daten zeigten, dass die annualisierte Inflation weiterhin bei rund 3 % liege und damit noch immer deutlich vom Ziel der US-Notenbank entfernt sei.

Hammack sagte: „Es ist Zeit zu handeln“.

Hammack, die in diesem Jahr zu den stimmberechtigten Entscheidungsträgern der Fed gehört, argumentierte, dass die Geldpolitik trotz der in den vergangenen Monaten verlangsamten monatlichen Preissteigerungen weiter gestrafft werden müsse. Angesichts der Finanzierungsbedingungen und Gesprächen mit Marktteilnehmern wirke die aktuelle Ausrichtung nicht ausreichend restriktiv.

Bei der Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC, Offenmarktausschuss der Fed) im Juli hatte die US-Notenbank den Leitzins in der Spanne von 3,5 % bis 3,75 % unverändert gelassen. Hammack gehörte dabei zu drei Gegenstimmen; diese Gruppe plädierte für eine Anhebung um 25 Basispunkte.

Inflationsdruck belastet Haushalte

Hammack warnte, dass eine längere Zeit über dem Ziel liegende Inflation es noch schwieriger machen könnte, den Preisdruck wieder zu senken. Das könne Haushaltsbudgets und Unternehmen stärker belasten und zugleich das Risiko erhöhen, dass sich dauerhaft höhere Inflationserwartungen in der Gesellschaft verfestigen.

Für den Anstieg der Inflation in diesem Jahr werden unter anderem der Krieg mit dem Iran, Zölle und eine durch Künstliche Intelligenz getriebene Nachfrage verantwortlich gemacht. Zwar reagieren Fed-Vertreter in der Regel nur begrenzt auf angebotsseitige und als vorübergehend eingestufte Schocks, doch einige Entscheidungsträger sorgen sich, dass sich diese Effekte in der Gesamtwirtschaft festsetzen könnten.

Märkte rechnen mit späterem Schritt

Die Preisbildung an den Märkten zeichnet jedoch ein anderes Bild als Hammacks eher straffe Tonlage. Nach den aktuellen Erwartungen dürfte die Fed ihre Zinsen bei den Sitzungen im September und Oktober unverändert lassen; eine nächste mögliche Anhebung wird erst für Dezember erwartet.

Hammacks Aussagen zeigen, dass innerhalb der Fed weiterhin ein Lager Gewicht hat, das im Kampf gegen die Inflation früher und entschiedener vorgehen will. Die Märkte hingegen preisen weiter einen vorsichtigeren Pfad ein, der zwischen Konjunkturausblick und Preisdruck abwägt.

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