Zinssenkungserwartungen schwächen die Marktstütze
Die US-Börsen sehen sich einer neuen Phase des Drucks gegenüber, weil die von Anlegern seit Langem eingepreiste Unterstützung durch Zinssenkungen sich verzögern könnte. CNBC-Kommentator Jim Cramer sagte, dass die robuste Wirtschaft und der starke Arbeitsmarkt den Handlungsspielraum der Federal Reserve (Fed, US-Notenbank) für Lockerungen einengen und damit auf ein schwierigeres Umfeld für Aktien hindeuten.
Laut dem Ausgangstext hält die Fed den Leitzins seit Dezember unverändert in einer Spanne von 3,5 bis 3,75 %. Bei der Sitzung im Juli stimmten drei Notenbanker für eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte, zudem verwies die Bank darauf, dass die Inflation weiterhin über dem 2-Prozent-Ziel liegt.
Wie hohe Zinsen Aktienbewertungen beeinflussen
Bleiben die Zinsen hoch, sinkt der heutige Wert künftiger Unternehmensgewinne. Das belastet vor allem die Multiples von Wachstums- und Technologieaktien. Höhere Finanzierungskosten für Unternehmen sowie teurere Hypotheken und Autokredite für Haushalte setzen zudem den Konsum und damit auch die Ertragsaussichten unter zusätzlichen Druck.
Dennoch könnten starke Bilanzen und Wirtschaftswachstum die Börse stützen. Wie im Ausgangstext erwähnt, liegt das vorausblickende Kurs-Gewinn-Verhältnis des S&P 500 jedoch weiterhin über dem langfristigen Durchschnitt; das deutet darauf hin, dass Aktien bei einer Enttäuschung bei den Gewinnen nur begrenzt Spielraum haben könnten.
Anleiherenditen bieten eine Alternative zu Aktien
Eine weitere Belastung für Aktien kommt von US-Staatsanleihen. Stand August 2026 liegt die Rendite der 10-jährigen Anleihe bei rund 4,65 %, die Rendite der 30-jährigen Anleihe bei etwa 5,18 %.
Diese Sätze machen Staatsanleihen aus Risiko-Rendite-Sicht attraktiver und können die Nachfrage nach Aktien schmälern. Zudem stieg die Rendite der 30-jährigen Anleihe vor kurzem auf über 5,3 % und damit auf den höchsten Stand seit 19 Jahren, bevor sie wieder etwas zurückging.
Worauf Anleger jetzt achten
Laut dem Ausgangstext hat der S&P 500 seit Jahresbeginn um rund 14 % zugelegt und zuletzt ein Rekordhoch beim Schlusskurs erreicht. Trotzdem halten die Mahnungen zur Vorsicht an, weil Inflation, hohe Zinsen und robuste Anleiherenditen die Stimmung dämpfen; der CBOE Volatility Index bleibt dabei vergleichsweise ruhig.
Für Anleger, die eine mögliche Korrektur fürchten, gilt eine breitere Streuung des Portfolios über verschiedene Anlageklassen als wichtiger Ansatz. Die zentralen Risikofaktoren am Markt sind:
- Neue Signale zum Zinskurs der Fed
- Die Frage, ob die Inflation auf einen mit dem 2-Prozent-Ziel vereinbaren Pfad zurückkehrt
- Ob die Renditen von US-Staatsanleihen hoch bleiben
- Ob Unternehmensgewinne die derzeit hohen Bewertungen stützen können
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