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Nach dem Brand wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet

Nach dem Brand in der Nacht auf Montag auf dem Gelände von WB Electronics in Skarzysko-Kamienna südlich von Warschau wurde ein Terrorverfahren eröffnet. Das Polnische Nationale Staatsanwaltschaftsamt teilte mit, die Ermittlungen seien am Montag eingeleitet worden; das Werk stelle Komponenten für unbemannte Luftfahrzeuge für die polnische und ukrainische Armee her.

Der Brand sei rasch entdeckt worden, hieß es weiter. Die Feuerwehr habe rund zwei Stunden gebraucht, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Nach Angaben der Behörden führt die Polizei die Ermittlungen, unterstützt vom Amt für Innere Sicherheit.

Welche Vorwürfe prüft die Staatsanwaltschaft?

Laut Staatsanwaltschaft wird in dem Fall ein Verdacht auf Beteiligung an einer ausländischen Geheimdienst-Struktur untersucht, die gegen die Republik Polen tätig sein soll, sowie auf vorsätzliche Brandstiftung mithilfe eines Brandsatzes. Dass vorerst keine weiteren Informationen veröffentlicht werden, begründeten die Ermittler mit dem geheimhaltungsbedürftigen Charakter des Falls.

Warum gilt WB Electronics als kritisch?

WB Electronics gehört zu den größten privaten Rüstungsunternehmen Polens. Die Firma produziert unter anderem loiternde Munition, Drohnen, Feuerleitsysteme sowie militärische Kommunikationsmittel und -plattformen.

  • Das Werk liefert Verteidigungselektronik und Drohnenkomponenten für die polnische Armee.
  • Es ist zudem mit den von der ukrainischen Armee genutzten Systemen FlyEye und Warmate verbunden.

Sabotage-Sorgen in Europa nehmen zu

Einige europäische Staaten, die die Ukraine unterstützen, haben in jüngster Zeit Vorfälle gemeldet, die mit mutmaßlichen Sabotageakten in Verbindung gebracht werden, die Russland zugeschrieben werden. In dem aktuellen Fall nannten die Behörden bislang keinen Verantwortlichen, doch europaweit halten sich seit Langem Sorgen, Russland könne Einrichtungen ins Visier nehmen, die die Ukraine unterstützen.

Polens Regierungschef Donald Tusk hatte im August erklärt, ein russischer Staatsbürger sei festgenommen worden; ihm werde vorgeworfen, von russischen Diensten mit einem Attentat in Warschau beauftragt worden zu sein. Im selben Monat hatte der Fund einer nicht detonierten Drohne auf einem Flughafen in Deutschland die Sicherheitsbedenken weiter verschärft. Polen erhöht vor diesem Hintergrund seine Sicherheitsausgaben und militärischen Kapazitäten.

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