USA starten Angriffe erneut
Die US-Angriffe gegen den Iran setzten sich am Dienstag in einer neuen Welle fort. Das US-Zentralkommando (CENTCOM, U.S. Central Command) teilte mit, die Operationen hätten um 16.00 Uhr türkischer Zeit begonnen und Ziele der iranischen Revolutionsgarden getroffen. Washington begründete die Angriffe mit jüngsten Angriffen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus und auf amerikanische Soldaten in der Region.
Wechselseitige Erklärungen aus Washington und Teheran
Nach der CENTCOM-Mitteilung sagte Donald Trump, Iran werde im Falle einer Gegenreaktion mit noch härteren und umfassenderen neuen Angriffen konfrontiert. Die Iranischen Revolutionsgarden erklärten hingegen, die USA würden diese Angriffe bereuen. Iranische Nachrichtenagenturen behaupteten, Raketen- und Drohnenangriffe auf US-Stützpunkte und amerikanische Interessen in der Region hätten begonnen.
Die jüngste Operation folgte auf einen US-Angriff Anfang der Woche auf zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak in der Straße von Hormus. Teheran reagierte darauf nach eigenen Angaben mit Raketenangriffen auf Luftwaffenstützpunkte in Jordanien und dem Einsatz einer Drohne in Richtung Vereinigte Arabische Emirate.
Staatsmedien melden Explosionen und Tote im Iran
Iranische Staatsmedien berichteten, bei einem Angriff in der Nähe von Sirik im Süden des Landes seien 4 Menschen getötet worden, darunter ein vierjähriges Kind, und 50 weitere Menschen seien während einer Hochzeitsfeier verletzt worden. Dieselben Quellen meldeten zudem Schüsse und Explosionen in weiteren Teilen des Landes.
- In der Umgebung von Chabahar und Konarak seien Geschosse eingeschlagen.
- Ein Flughafen in Jiroft sei angeblich ins Visier genommen worden.
- Auch auf der Insel Qeschm und in Bandar Abbas seien Explosionen zu hören gewesen.
Mit dem Ende der Waffenruhe steigt die Spannung wieder
Nach den groß angelegten Angriffen der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar hatte Teheran Israel, US-Stützpunkte und verbündete Länder am Golf angegriffen; die Straße von Hormus war damit faktisch für den Schiffsverkehr geschlossen. Ein im Juni unterzeichnetes Memorandum of Understanding sollte die Waffenruhe zwischen den beiden Seiten verlängern. Nach Ablauf dieser Vereinbarung flammten die Kämpfe jedoch erneut auf.
Seeverkehr, Sanktionen und diplomatische Signale
In dieser Phase übten beide Seiten auch Druck auf den Seeverkehr aus. Teheran griff nach eigenen Angaben Schiffe an, die versuchten, ohne Genehmigung zu passieren, während die USA eine Seeblockade gegen iranische Häfen verhängten. Washington kündigte außerdem am 24. August eine neue Sanktionskampagne an, die Teheran weiter isolieren und sekundäre Sanktionen gegen dessen Verbündete ausweiten soll. Iranische Regierungsvertreter bezeichneten diesen Schritt als Fortsetzung des bisherigen wirtschaftlichen Drucks nach dem militärischen Fehlschlag im jüngsten Konflikt. Zugleich enthielt eine am Dienstag in den Staatsmedien verbreitete Äußerung von Irans Präsident Masud Pezeschkian die Botschaft, dass Teheran ebenfalls reagieren werde, wenn die USA sich wieder an das Abkommen halten.
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