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Polizeieinsatz in Overasselt eskaliert zu Schusswechsel

Im Zuge einer Banden-Ermittlung in den Niederlanden sind 34 Verdächtige festgenommen worden. Bei dem Vorfall im Dorf Overasselt im Osten des Landes, der nach Angaben der Ermittler einen Drogenbezug hat, kam ein 51-jähriger Sicherheitsmitarbeiter ums Leben, zwei Polizeibeamte wurden verletzt.

In dem nahe der deutschen Grenze gelegenen Ort war die Polizei gegen 04.00 Uhr morgens einem Hinweis auf verdächtige Aktivitäten an ein Haus gefolgt. Die regionale Polizeichefin Jolanda Aalbers teilte mit, dass die erste eintreffende Polizeieinheit von einer vermummten Gruppe unter Beschuss genommen worden sei. Die beiden verletzten Polizisten seien nicht in Lebensgefahr.

Unter den Verdächtigen sind Staatsbürger aus vier Ländern

Die regionale Staatsanwaltschaft erklärte, unter den Festgenommenen befänden sich Verdächtige mit Staatsangehörigkeiten aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Algerien. Die Behörden teilten mit, dass die Ermittlungen andauern und die am Tatort gesicherten Beweise ausgewertet werden.

Welche Materialien wurden bei dem Einsatz beschlagnahmt?

Die Polizeikräfte stellten nach dem Schusswechsel im Haus und in dessen Umgebung mehrere Gegenstände sicher. Nach ersten Angaben gehörten dazu:

  • Waffen
  • Datenspeichergeräte
  • Fahrzeuge

Verbindung zu früherem Angriff wird geprüft

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es Hinweise darauf, dass der Vorfall mit einem langjährigen Konflikt zusammenhängen könnte. Dasselbe Haus sei im vergangenen Jahr bei einem einzigen Vorfall rund ein Dutzend Mal beschossen worden; auch in diesem Fall seien zwei Personen verurteilt worden.

Lokale Medien brachten den jüngsten Schusswechsel mit dem niederländischen Drogenboss Jos Leijdekkers, auch bekannt als „Bolle Jos“, und dessen kriminellem Umfeld in Verbindung. Leijdekkers war bereits wegen seiner Rolle im internationalen Kokainschmuggel verurteilt worden und gilt als einer der meistgesuchten Männer der Niederlande.

Der niederländische Justiz- und Sicherheitsminister David van Weel sagte, die Polizei habe schnell auf die lebensbedrohliche Lage reagiert. Der Minister erklärte zudem, an dem Vorfall seien „beispiellos viele“ Menschen beteiligt gewesen; die Ermittlungen liefen weiter.

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