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Welche Warnungen enthält der IAEO-Bericht?

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO/UAEA) hat in ihrem jüngsten Quartalsbericht erklärt, dass die fehlende Kontrolle über iranische Atomanlagen dringend behoben werden müsse. In dem Bericht, den Nachrichtenagenturen am Dienstag einsehen konnten, wurden der fehlende Zugang zu Informationen über nukleares Material und der fehlende Zugang zu den Anlagen als ernstes Risiko im Hinblick auf die Weiterverbreitung von Atomtechnologie eingestuft.

Rafael Grossi betonte, dass die seit Jahren bestehenden Probleme in diesen Bereichen durch eine dauerhafte und überprüfbare diplomatische Einigung gelöst werden müssten. Die jüngste Bewertung der Behörde dürfte auf der Sitzung des Gouverneursrats vom 21. bis 25. September beraten werden.

Warum steht die Anlage in Isfahan im Fokus?

Im Bericht wird besonders die Anlage in Isfahan hervorgehoben. Der Standort war in den vergangenen knapp zwölf Monaten mehrfach von den USA und Israel angegriffen worden; die IAEO erklärt jedoch, dass sie nach wie vor keinen Zugang habe, um das dortige nukleare Material und die dazugehörige Infrastruktur zu verifizieren.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sorge der Behörde sind die Bestände an angereichertem Uran. US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Jahr behauptet, die Anlagen seien zerstört worden und Teherans Atomprogramm habe einen schweren Schlag erlitten. Dennoch ist der Verbleib des im Besitz des Iran befindlichen angereicherten Urans bislang nicht bestätigt.

  • Am Standort Isfahan wurde kein Zugang gewährt, der für eine Überprüfung notwendig wäre.
  • Der IAEO liegen keine ausreichenden Informationen über den aktuellen Zustand und den Standort des nuklearen Materials vor.

Welche Bedingungen stellt Teheran für Kontrollen?

Die iranische Führung argumentiert, Inspektionen an Anlagen, die Ziel militärischer Angriffe waren, könnten nur auf Grundlage einer besonderen Regelung stattfinden. Mohammad Eslami, Chef der Iranischen Atomenergie-Organisation, sagte am 26. August, die IAEO könne keine Inspektionen verlangen, solange keine speziellen Kriterien und Protokolle für die Überprüfung angegriffener Einrichtungen ausgearbeitet seien.

Teheran hatte die Zusammenarbeit mit der IAEO im Juni 2025 nach Angriffen der USA und Israels, die auch nukleare Standorte einschlossen, ausgesetzt. Später kündigte der Iran an, IAEO-Inspektoren im September 2025 wieder einreisen zu lassen; der Zugang zu den bombardierten Anlagen ist jedoch weiterhin nicht freigegeben.

Was steckt hinter der Debatte um das Atomprogramm?

Der Iran betont immer wieder, dass sein Atomprogramm keine militärischen Ziele verfolge, und verteidigt sein Recht, die Technologie für zivile Zwecke zu nutzen. Die IAEO hatte dagegen in früheren Berichten erklärt, Irans Urananreicherung liege deutlich über dem Bedarf für zivile Zwecke, erreiche aber noch nicht den Grad für Atomwaffen.

Die USA hatten den im März begonnenen Krieg mit dem Ziel begründet, einen iranischen Erwerb von Atomwaffen zu verhindern. Während der Kämpfe rückte nach Einschätzung von Beobachtern jedoch die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus stärker in den Mittelpunkt der Agenda Teherans.

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