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Neue Ölregelung soll mit Besuch von US-Minister bekannt werden

Im Rahmen der Venezuela petrol anlaşması wird erwartet, dass der US-Energieminister Chris Wright am Dienstag nach Venezuela reist. Nach Angaben eines nicht namentlich genannten US-Beamten gegenüber Journalisten ist der Besuch geplant, um die Einzelheiten einer von der Regierung Donald Trump unterstützten Energievereinbarung bekannt zu geben.

Nach Angaben der Quelle sind noch nicht alle Bestandteile des Abkommens öffentlich gemacht worden. Vorgesehen ist demnach jedoch, dass die Regelung den USA Zugang zu einem Teil verschafft, der rund einem Fünftel der nachgewiesenen Ölreserven Venezuelas entspricht – insgesamt 65 Milliarden Barrel.

Kritiker vergleichen das Abkommen mit Regelungen, die in der Vergangenheit von Kolonialmächten durchgesetzt wurden, während die von Delcy Rodríguez geführte Übergangsregierung es als Chance für die angeschlagene Wirtschaft verteidigt. Der US-Beamte sagte zudem, die Vereinbarung solle Washington eine kostengünstige und stabile Ölversorgung sichern.

Parlament stimmt zu, Opposition verlangt Veröffentlichung des Textes

Die Nationalversammlung Venezuelas (Venezuela Ulusal Meclisi) hat bei einer Abstimmung am Dienstag die Energievereinbarung zwischen beiden Ländern unterstützt. Parlamentspräsident Jorge Rodríguez teilte mit, dass der Beschluss angenommen worden sei.

Mehrere Oppositionsabgeordnete enthielten sich hingegen bei der Abstimmung. Im Zentrum der Kritik steht, dass der vollständige Text der Vereinbarung bislang nicht veröffentlicht wurde; die Opposition forderte, die Öffentlichkeit müsse die Details des Dokuments sehen können.

Was sind die wichtigsten Punkte des Abkommens?

  • Die USA sollen in Venezuela gemeinsam mit einem privaten Unternehmen in 17 großen Ölfeldern produzieren.
  • Nach Medienberichten ist für die Felder eine Leasinglaufzeit von 100 Jahren vorgesehen.
  • Das neu zu gründende Unternehmen soll zu 35 % vom US-Verteidigungsministerium gehalten werden.
  • Dem US-Außenministerium soll zudem das Recht eingeräumt werden, 20 % des geförderten Öls zum Selbstkostenpreis zu beziehen.

Partnerschaftsmodell und regionale Folgen sorgen für Streit

Das Weiße Haus bestätigte am Montag, dass die USA mit North American Blue Energy Partners (NABEP) zusammenarbeiten werden. An der Spitze des Unternehmens steht der venezolanische Unternehmer Alejandro Betancourt; gegen ihn gab es Ermittlungen wegen Vorwürfen der Geldwäsche in Spanien und der Schweiz, doch laut dem US-Beamten gibt es in den USA keine Anklage gegen ihn.

Dieselbe Quelle wertete die Regelung als geopolitische Chance für die USA in Feldern, in denen zuvor chinesische und russische Unternehmen Einfluss hatten. Zudem erklärte der Beamte, dass demokratische Wahlen in Venezuela kurzfristig nicht realistisch seien.

Außerdem wird erwartet, dass der Energiekonzern Chevron am Mittwoch eine separate Vereinbarung unterzeichnet, um seine Aktivitäten in Venezuela auszuweiten. Im venezolanischen Energiesektor, der seit Langem unter Sanktionen und Vorwürfen schlechter Verwaltung leidet, halten sich dennoch einige internationale Unternehmen weiter mit Investitionen zurück.

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