US-Sanktionen zielen auf Krypto-bezogene Geldflüsse
Das US-Finanzministerium hat neue Sanktionen gegen die Rolle von Kryptowerten in einem Spendennetzwerk angekündigt, das mit Hamas in Verbindung stehen soll und ein Volumen von 2 Millionen Dollar umfasst. Der Schritt macht deutlich, dass Washington Krypto nicht als alleinigen oder wichtigsten Finanzierungsweg der Organisation betrachtet, sondern als Teil eines breiteren Spenden- und Zahlungsgeflechts.
Beamte des Finanzministeriums hatten bereits zuvor darauf hingewiesen, dass Hamas und ähnliche Gruppen trotz Sanktionen und Beschlagnahmungen im Kryptobereich weiterhin vor allem auf traditionelle Finanzsysteme setzen. Die aktuelle Entscheidung wird als neue Umsetzung dieser Linie gewertet.
Welche Personen und Transaktionen sind betroffen?
Nach den angekündigten Sanktionen werden Vermögenswerte der gelisteten Personen und Organisationen, die sich im US-Zuständigkeitsbereich befinden, blockiert; das gilt auch für Anteile an diesen Vermögenswerten. Für Personen und Unternehmen in den USA ist es grundsätzlich untersagt, mit diesen Parteien Geschäfte zu machen.
Die Regelung beschränkt sich nicht nur auf direkt gelistete Akteure. Sie erfasst auch Unternehmen, an denen benannte Personen oder Organisationen direkt oder indirekt zu 50 % oder mehr beteiligt sind.
Risiko von Sekundärsanktionen für ausländische Finanzinstitute
Die Entscheidung erhöht auch den Compliance-Druck auf Finanzinstitute außerhalb der USA. Nach Angaben des Finanzministeriums können ausländische Finanzinstitute, die wissentlich wesentliche Transaktionen für gelistete Parteien abwickeln, einem Risiko von Sekundärsanktionen ausgesetzt sein.
- Vermögenswerte im US-Zuständigkeitsbereich werden blockiert.
- Geschäfte mit US-Personen und -Unternehmen werden untersagt.
- Für ausländische Institute entsteht ein Risiko von Sekundärsanktionen.
- Der Sanktionsrahmen erstreckt sich auf Firmen unter Kontrolle der benannten Parteien.
Binance und TRON geraten erneut in den Fokus
Der Schritt folgt auf Berichte vom vergangenen Monat, wonach die al-Qassam-Brigaden Spendern geraten haben sollen, Gelder nicht direkt über Binance zu senden, sondern zunächst andere Kryptodienste zu nutzen und das Geld anschließend in eine TRON-Wallet zu verschieben. Diese Details zeigen, dass die Behörden Krypto-Transfers nicht nur als einzelne Transaktionen, sondern als mehrstufige Geldflüsse verfolgen.
US-Finanzminister Scott Bessent erklärte: „Terrororganisationen stützen sich auf komplexe Finanzvermittler und betrügerische Strukturen, die darauf ausgelegt sind, die Öffentlichkeit auszunutzen.“ Die neue Sanktionsentscheidung dürfte vor allem Kryptodienstleister und grenzüberschreitende Finanzinstitute dazu veranlassen, ihre Kunden- und Transaktionskontrollen weiter zu verschärfen.
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