Akreditierungsentscheidung rückt bei G20-Treffen in den Fokus
In der Debatte um die G20-Akkreditierung, der die weltwirtschaftliche Agenda besonders aufmerksam folgt, hat das US-Finanzministerium den Wirtschaftskorrespondenten von The New York Times, The Wall Street Journal und Bloomberg für die Treffen in North Carolina in dieser Woche keine Presseausweise erteilt. Die Entscheidung hat die Frage neu aufgeworfen, welche Medien direkten Zugang zu den Gesprächen über die Wirtschaftspolitik erhalten.
Nach Angaben der New York Times wurden die betreffenden Reporter vom Finanzministerium nicht zugelassen. Ein Ministeriumssprecher teilte hingegen mit, dass während der Veranstaltung rund 300 Medienschaffende, darunter auch ein Reporter der Times, Zugang zu hochrangigen politischen Entscheidungsträgern erhalten werden.
- Keine Akkreditierung erhalten: Die Wirtschaftskorrespondenten von The New York Times, The Wall Street Journal und Bloomberg.
- Zugang erhalten: Laut dem Finanzministerium rund 300 Medienschaffende, darunter ein Reporter der Times.
Trump greift NBC bei FCC an
Am selben Tag nahm Donald Trump Kristen Welker, Moderatorin von NBC News, wegen ihrer Einschätzung der Wahlergebnisse ins Visier. In einem Beitrag auf Truth Social kündigte Trump an, Welker werde bei der Federal Communications Commission (FCC, die US-Regulierungsbehörde für Kommunikation) wegen einer Formulierung beschwert werden, in der sie die Kandidaten, die sie im Wahlkampf unterstützt habe, als mit „gemischten Ergebnissen“ beschrieben habe.
Die betreffende Äußerung fiel nicht in der Sonntagsausgabe von „Meet the Press“, sondern in einem Vorab-Teil auf dem Lokalender WRC-TV in Washington, D.C. Wie Brian Stelter von CNN auf X schrieb, hatte Welker dabei erklärt, dass einige von Trumps Vorwahlfavoriten verloren hätten und dass zuletzt Darline Graham das Vorwahlrennen gewonnen habe. NBC News stellte sich in einer Erklärung hinter Welker.
Debatte über den Pressezugang weitet sich aus
Die Entscheidung des Finanzministeriums beim G20-Treffen gilt als jüngstes Beispiel der Debatte über mögliche Beschränkungen des Pressezugangs unter der Trump-Regierung. Nachdem das Pentagon im vergangenen Jahr eine neue Medienpolitik eingeführt hatte, hatten zahlreiche Medienhäuser lieber auf ihre bisherigen Zugangsrechte verzichtet, statt die Bedingungen zu akzeptieren.
Trump deutete zudem in einem weiteren Beitrag am Sonntag an, dass sich FCC-Chef Brendan Carr auch mit Umfragen befassen könnte, über die Medien ihre Wahlprognosen stützen. Solche Schritte bei Treffen, die die Märkte genau beobachten, werfen in Wirtschafts- und Finanzkreisen Fragen dazu auf, wie offizielle Informationskanäle künftig ausgestaltet werden.
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