Tanker-Vorfall in der Straße von Hormus endet tödlich
Ein Sicherheitsvorfall auf dem saudischen Supertanker Sidr, der in der Straße von Hormus unterwegs war, hat den Tod von zwei philippinischen Seeleuten zur Folge gehabt. Bahri bestätigte, dass das Schiff bei der Passage durch die Meerenge in der Nacht zum Montag von einem Vorfall betroffen war; Riad machte Iran für den Angriff verantwortlich.
Die saudi-arabische nationale Reederei Bahri erklärte am Mittwoch, die Sidr sei am Montag gegen 23.40 Uhr Ortszeit in den Vorfall verwickelt gewesen. Die maritimen Sicherheitsfirmen Marisks und Kpler teilten mit, das Schiff sei nördlich der omanischen Halbinsel Musandam von unbekannten Geschossen getroffen worden; zur gleichen Zeit sei auch die südkoreanische Senegal Prosperity östlich von Musandam getroffen worden.
- Die Sidr soll rund 16 Seemeilen nordöstlich nahe der omanischen Stadt Hasab getroffen worden sein.
- Für die Senegal Prosperity wurden drei Einschläge durch unbekannte Geschosse etwa 17 Seemeilen östlich gemeldet; beide Tanker sollen jeweils rund 2 Millionen Barrel saudisches Rohöl geladen haben.
Riad beschuldigt Iran, Teheran äußert sich anders
Bahri erklärte, bei dem Vorfall seien zwei philippinische Seeleute ums Leben gekommen. Das saudische Außenministerium teilte außerdem mit, die Sidr sei während der Passage durch die Meerenge von Iran ins Visier genommen worden, und rief dazu auf, die Sicherheit der internationalen Schifffahrt, die Energieversorgung und die Souveränität von Staaten zu respektieren.
Iran reagierte nicht direkt auf die saudischen Vorwürfe. Zuvor hatte Teheran jedoch erklärt, zwei Tanker seien in der Meerenge nach dem Kontakt mit Minen in Brand geraten, nachdem sie eine nicht autorisierte Route genutzt hätten; die britische Behörde für maritime Handelsoperationen meldete ebenfalls zwei separate Vorfälle in denselben Gebieten.
Militärische Spannungen in der Region belasten den Energieverkehr
Der Vorfall wurde unmittelbar nach neuen Luftangriffen des US-Militärs auf Iran und nachdem iranische Kräfte US-Stützpunkte in Nachbarstaaten mit Raketen und Drohnen angegriffen hatten, bekannt. Irans Gesundheitsminister erklärte am Mittwoch, 18 Menschen seien getötet und 108 weitere verletzt worden; Teheran behauptete zugleich, bei einem Angriff auf eine Hochzeit in der Stadt Sirik seien vier Menschen gestorben, und warf Washington Kriegsverbrechen vor. Das US-Militär kündigte an, die Vorwürfe zu prüfen.
Normalerweise laufen rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gastransporte durch die Straße von Hormus. US-Energieminister Chris Wright erklärte am Montag, durch die Meerenge seien 17 Millionen Barrel Öl auf Schiffen transportiert worden; das sei das höchste Tagesvolumen seit Beginn des Krieges.
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