In Bischkek keine klare Antwort auf die Frage nach Großbritannien
Putins angedeutete Drohung gegen Großbritannien stand bei der Pressekonferenz in Bischkek, der Hauptstadt Kirgistans, im Mittelpunkt. Russlands Präsident Wladimir Putin wurde gefragt, ob als Reaktion auf britische Waffenlieferungen an die Ukraine militärische Einrichtungen im Vereinigten Königreich angegriffen werden könnten. Auf diese Frage gab Putin weder ein klares Ja noch ein Nein.
Wladimir Putin: „Militärisches Geheimnis.“
In der rund 45 Minuten langen Fragerunde richtete Putin scharfe Botschaften nicht nur an Großbritannien, sondern an den Westen insgesamt. Der russische Staatschef verglich westliche Staaten mit Haien und sagte, Russland werde reagieren, wenn es unter Druck gesetzt werde.
Debatte über hybride Operationen in Europa verschärft sich
Neue Vorwürfe wegen des Angriffs auf den Flughafen Leipzig
Deutschland erklärte, Russland stecke hinter dem Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig im vergangenen Monat. Putin wies diesen Vorwurf zurück und beschuldigte Berlin, Beweise zu platzieren.
Deutschlands Innenminister Alexander Dobrindt argumentierte, der Vorfall passe in das in Europa bekannte Muster russischer hybrider Operationen. Diese Einschätzung hat auch die Debatte darüber neu entfacht, ob ähnliche Aktivitäten in europäischen Ländern, darunter Großbritannien, zunehmen könnten.
- Deutschland macht Russland für den Angriff auf Leipzig verantwortlich.
- Moskau weist die Vorwürfe zurück und behauptet, die Beweise seien konstruiert.
Moskau sendet Verhandlungsbereitschaft aus und nennt Trump-nahes Umfeld
Bevorzugte Namen in den Kontakten mit den USA
Beim Gespräch über den Verlauf des Ukraine-Kriegs sprach Putin in einem selbstbewussten Ton und beharrte darauf, Russland werde die Oberhand behalten. Obwohl der Kreml den Konflikt seit Langem offiziell als „besondere Militäroperation“ bezeichnet, fiel bei dem Treffen auffällig der Begriff „Krieg“.
Putin nannte insbesondere Jared Kushner und Steve Witkoff und erklärte, er sei offen für Gespräche über ein Ende des Konflikts.
Der Kreml teilte zudem mit, dass Putin sich in der vergangenen Woche nicht mit dem überraschend nach Moskau gereisten CIA-Direktor John Ratcliffe getroffen habe. Putins Aussagen zeigten, dass Moskau die Tür zu einem möglichen Friedensprozess nicht vollständig schließt, seine Bedingungen jedoch weiterhin strikt nach den eigenen Interessen festlegen will.
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