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Entscheidung tritt sofort in Kraft

Uber hat bekannt gegeben, seine Operationen in den Märkten Nigeria und Uganda mit sofortiger Wirkung einzustellen. Das Unternehmen teilte mit, es habe sich nach einer umfassenden Geschäftsprüfung zu diesem Rückzug aus den beiden Ländern entschieden. Uber war in Nigeria 2014 und in Uganda 2016 an den Start gegangen.

Die Mitteilung fiel in eine Phase, in der Uber-CEO Dara Khosrowshahi angekündigt hatte, die weltweite Belegschaft des Unternehmens um 10 % zu reduzieren. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Konzern zudem seine Aktivitäten in der Elfenbeinküste und in Tansania beendet.

In Nigeria steigen Kosten- und Wettbewerbsdruck

In Nigeria hatten Uber-Fahrer seit Langem kritisiert, dass die Tarife in der App angesichts der stark gestiegenen Kraftstoffkosten nicht ausreichten. Zugleich beklagten sie die hohen Provisionen, während das Unternehmen zusätzlich unter dem Druck internationaler und lokaler Konkurrenzplattformen stand.

In dem westafrikanischen Land kam es in den vergangenen Jahren wegen höherer Betriebskosten, niedriger Einnahmen und schwieriger Arbeitsbedingungen immer wieder zu Protesten und Streiks von Fahrern. Auch die Abschaffung der Kraftstoffsubvention nach dem Amtsantritt von Präsident Bola Tinubu im Jahr 2023 trieb die Lebenshaltungskosten nach oben. Laut der Quelle stiegen die Benzinpreise in diesem Jahr nach dem Krieg der USA mit dem Iran erneut an.

Was bedeutet das für Lagos und Kampala?

Uber hatte sein Angebot in Nigeria über zwölf Jahre hinweg ausgebaut. Mit einem 2019 in Lagos gestarteten Bootsservice bot das Unternehmen Fahrgästen eine Alternative, um den massiven Verkehrsstaus der Stadt auszuweichen. Lagos gilt als eine der größten und verkehrsreichsten Städte Afrikas und ist für lange Staus bekannt.

In Uganda bedeutet der Rückzug laut der Daily Monitor für Fahrgäste in der Hauptstadt Kampala eine deutliche Veränderung. Die entstehende Lücke dürfte dem Bericht zufolge von anderen Apps wie Faras, Bolt und SafeBoda gefüllt werden.

In welchen Ländern bleibt Uber in Afrika aktiv?

Das Unternehmen erklärte, die Entscheidung betreffe ausschließlich diese beiden Märkte und werde die übrigen Aktivitäten auf dem Kontinent nicht beeinflussen. Uber betonte zudem, dass es in Subsahara-Afrika weiter Wachstum und Chancen sehe.

  • Ägypten
  • Ghana
  • Kenia
  • Südafrika

Uber kündigte an, betroffene Beschäftigte und Fahrer zu unterstützen. Das Helpcenter für Nutzer und Geschäftspartner in Nigeria und Uganda soll bis zum 23. September geöffnet bleiben, um ausstehende Anliegen zu klären.

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