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Erste Schätzung nach der Regulierung

Der Kryptohandel in Russland könnte mit dem neuen Regime, das am 1. September beginnt, in den ersten 12 Monaten auf den von Aufsichtsbehörden kontrollierten inländischen Börsen ein Handelsvolumen von 4 Billionen Rubel erreichen. Das entspricht zum aktuellen Kurs rund 46,4 Milliarden US-Dollar.

Die Prognose basiert auf einer Einschätzung von Sber, der größten Bank des Landes. Nach der von Vizevorstand Anatoly Popov gegenüber TASS genannten Schätzung könnte das Volumen russischer Kryptotransaktionen auf regulierten Plattformen bis 2029 auf rund 7,5 Billionen Rubel steigen.

Popov zufolge ist die erste Schätzung vor allem deshalb vorsichtig, weil ein erheblicher Teil der Transaktionen weiterhin auf Kryptobörsen stattfinden dürfte, die in Russland nicht reguliert sind. Das deutet darauf hin, dass auch nach Inkrafttreten des neuen Systems nicht das gesamte Handelsvolumen in organisierte Märkte umgeleitet werden könnte.

Wann treten die neuen Regeln in Kraft?

Die neuen russischen Vorschriften für den Kryptomarkt treten am 1. September im Rahmen eines Gesetzes in Kraft, das Staatspräsident Wladimir Putin am 4. August unterzeichnet hat. Damit erhält der öffentliche Kauf und Verkauf von Kryptowährungen im Land erstmals einen klareren rechtlichen Rahmen.

Welche Krypto-Assets gehandelt werden könnten

Die Russische Zentralbank (Bank von Russland) hat am 11. August eine Empfehlungsliste für Krypto-Assets vorbereitet, die unter den neuen Regeln an den Börsen öffentlich gehandelt werden könnten. Auf der Liste stehen Bitcoin, Ether und der Stablecoin USDT von Tether.

Wie werden Anlegerschranken den Markt prägen?

Die Regeln sehen je nach Anlegertyp ein unterschiedliches Zugangssystem vor. Nicht als qualifiziert eingestufte Anleger dürfen über jeden einzelnen Vermittler — etwa einen Broker, einen Krypto-Börsendienst oder einen Vermögensverwalter — Krypto-Assets im Wert von höchstens 300.000 Rubel pro Jahr kaufen.

  • Für nicht qualifizierte Anleger gilt pro Vermittler eine jährliche Kaufgrenze von 300.000 Rubel.
  • Für qualifizierte Anleger gibt es bei Krypto-Assets, die an Börsen und im außerbörslichen Handel gehandelt werden, keine Kaufgrenze.

Diese Struktur begrenzt den Spielraum von Privatanlegern im regulierten Markt, eröffnet professionellen Investoren aber deutlich mehr Möglichkeiten. Sbers Volumenschätzung zeigt zugleich, dass die neuen Regeln zwar einen spürbaren Zufluss auf inländische Plattformen bringen dürften, ein Teil der Geschäfte aber außerhalb der Regulierung bleiben wird.

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