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Was trieb die Rally bei Bitcoin und Kryptowerten an?

Der erneute Anstieg des Bitcoin-Preises über die Marke von 80.000 Dollar machte deutlich, dass die Erholung am Kryptomarkt immer stärker mit den traditionellen Kapitalmärkten verflochten ist. Der Plan des US-Finanzministeriums, einige Rückkäufe langlaufender Anleihen zu verdoppeln, drückte die Renditen und stützte die Risikobereitschaft; davon profitierten auch Kryptowerte.

Im Wochenverlauf verzeichneten Miner und Unternehmen mit digitalen Vermögensreserven zweistellige Kursgewinne. Canaan, MARA Holdings und Strive gehörten zu den stärksten Titeln, auch Coinbase und Robinhood legten zu. Laut Daten von CoinMarketCap stieg Bitcoin innerhalb einer Woche um mehr als 23 %, Ether gewann rund 30 % und kletterte über die Marke von 2.500 Dollar.

Für zusätzlichen Optimismus sorgten Erwartungen an eine klarere Kryptoregulierung in den USA. Präsident Donald Trump erneuerte seinen Aufruf an den Kongress, den CLARITY Act zu verabschieden; der Gesetzentwurf liegt jedoch auf Eis, nachdem die Abgeordneten vor der Augustpause keinen Fortschritt erzielt hatten.

  • Bitcoin legte auf Wochensicht um mehr als 23 % zu.
  • Ether stieg um rund 30 % und überschritt die 2.500-Dollar-Marke.
  • Unter den Kryptotiteln zählten vor allem Miner zu den Gewinnern.

Welche Bilanzrisiken stehen bei Circle und Strategy im Fokus?

Wachstum von USDC stützt die Circle-Aktie

Die Analysten von Bernstein bleiben für Circle positiv gestimmt. Laut der Research-Notiz der Bank stieg das USDC-Angebot binnen sieben Tagen um rund 2 Milliarden Dollar und beendete damit eine sechsmonatige Phase der Stagnation oder des Rückgangs. Bernstein bestätigte für Circle die Einstufung „Outperform“ und setzte ein Kursziel von 140 Dollar; das entspricht einem Aufwärtspotenzial von etwa 60 %.

Die Circle-Aktie ist in den vergangenen vier Wochen um rund 40 % gestiegen. Nach Einschätzung der Analysten könnte eine neue Wachstumsphase durch mehr Dynamik am Kryptomarkt, klarere Regeln in den USA, tokenisierte Kapitalmärkte und eine breitere Nutzung im Zahlungsverkehr getragen werden. Der Anteil von USDC am bereinigten Transaktionsvolumen lag 2025 bei rund 40 %, stieg 2026 bislang auf über 60 % und überholte damit in dieser Kennzahl Tethers USDt.

Bei Strategy ist der Zugang zu den Kapitalmärkten der Schlüssel

Ein Bericht von Regime Intelligence sieht für Strategy die größte Schwachstelle nicht in einem kräftigen Bitcoin-Preisrückgang, sondern in einem möglichen Verlust des Zugangs zu den Kapitalmärkten. Dem Bericht zufolge stützen die 840.447 BTC des Unternehmens Schulden und bevorrechtigte Ansprüche in Höhe von 22 Milliarden Dollar; zudem gebe es keine Margin Calls, die direkt an den Bitcoin-Preis gekoppelt seien.

Gleichzeitig belaufen sich die jährlichen Verpflichtungen von Strategy auf 1,76 Milliarden Dollar. Die Barreserven des Unternehmens liegen zwar beim 2,6-Fachen dieses Betrags, doch ein längerer Bitcoin-Schwächeanfall plus fallender Aktienkurs könnten die Beschaffung neuer Mittel erschweren. In einem solchen Szenario kämen der Einsatz von Reserven oder Verkaufsdruck auf Bitcoin ins Spiel. Das Unternehmen hat seit Mai viermal BTC verkauft, zugleich aber im gleichen Zeitraum 25-mal so viel gekauft und plant laut Bericht die Rückkehr zu weiteren Käufen.

Wie spiegeln sich die Solana-Daten in der Marktstimmung wider?

Solana verzeichnete im Juli ein Rekordvolumen von 4,2 Milliarden On-Chain-Transaktionen. Die Daten kamen unmittelbar vor einem Kursanstieg von 40 % bei SOL und dem ersten Sprung der Kryptowährung seit Februar über die Marke von 100 Dollar. Die Zahl der Transaktionen lag 13,5 % über dem Juni-Wert und 91 % über dem Dezember-Niveau.

Laut Daten von RWA.xyz erreichte auch der Umfang tokenisierter Real-World-Assets auf Solana rund 4 Milliarden Dollar und lag damit 11,8 % höher als im Vormonat. Über alle beobachteten Netzwerke hinweg überschritt das Volumen verteilter Real-World-Assets 38 Milliarden Dollar, während der Plan des US-Finanzministeriums für Rückkäufe langfristiger Anleihen im Umfang von mindestens 4 Milliarden Dollar pro Transaktion zu den wichtigen makroökonomischen Themen zählte, die die Risikobereitschaft an den Kryptomärkten stützten.

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