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Ikea senkt Preise angesichts schwächerer Nachfrage

Ikea Preisnachlass betrifft in Europa Hunderte Produkte in einer Phase, in der die gestiegenen Lebenshaltungskosten die Haushaltsbudgets belasten. Das Unternehmen teilte mit, dass die Umsätze in den vergangenen zwei Jahren zurückgegangen seien, und will mit dem Schritt die nachlassende Nachfrage nach Möbeln und Renovierungsartikeln wieder beleben.

Für das Rabattprogramm stellt Ikea 1,2 Milliarden Euro bereit; bei einigen Artikeln liegt die Preissenkung bei bis zu 28 %. Zu den Produkten mit niedrigeren Preisen gehören auch das Bücherregal Billy und die Aufbewahrungseinheiten Kallax.

Margendruck wird akzeptiert, Einsparungen sollen aus der Lieferkette kommen

Ingka, die Franchise-Gruppe, die den Großteil der Ikea-Filialen in Europa betreibt, erklärte, dieser Schritt sei „keine kurzfristige Kampagne“. Die Gruppe betonte, dass die niedrigeren Preise durch Einsparungen in der Lieferkette und bei den Verpackungskosten finanziert werden sollen, räumte aber ein, dass die Profitabilität darunter leiden könnte.

Ingka-CEO Juvencio Maeztu hob hervor, dass viele Verbraucher wegen der höheren Lebenshaltungskosten Schwierigkeiten hätten, Geld für Haushaltswaren auszugeben. Das Unternehmen sieht insbesondere bei Kunden in Wohngemeinschaften weiterhin eine starke Nachfrage nach Lösungen für Aufbewahrung und Ordnung.

Preisbeispiele variieren je nach Land

Die Rabatte fallen je nach Markt unterschiedlich aus. In Großbritannien sank der Preis der Kallax-Regaleinheit von 60 Pfund auf 49 Pfund, während das Billy-Bücherregal nach einem 10-Pfund-Nachlass nun 25 Pfund kostet.

  • Europaweit wurden Hunderte Produkte in neue Preislisten aufgenommen.
  • Die Rabatte konzentrieren sich vor allem auf grundlegende Produktgruppen für Regal- und Aufbewahrungslösungen.

Schwaches Verbrauchervertrauen, neue Vertriebskanäle

Laut Daten der Europäischen Union liegt das Verbrauchervertrauen trotz einer jüngsten leichten Erholung weiterhin nahe den niedrigsten Ständen seit rund drei Jahren. Das deutet darauf hin, dass hohe Inflation und Lebenshaltungskosten den Einzelhandel weiter belasten.

Neben den Preissenkungen eröffnet Ikea kleinere Geschäfte in Stadtzentren, um seine Kundenbasis zu erweitern. Londoner Oxford Street und Churchill Square in Brighton gehören zu den Beispielen für diese Strategie; zudem startete das Unternehmen 2024 seinen eigenen Online-Marktplatz für gebrauchte Waren als Konkurrenz zu Plattformen wie eBay und Facebook Marketplace.

Weltweit ist Ikea mit mehr als 500 Filialen vertreten und hat in den vergangenen Jahren mehrfach die Preise gesenkt. Die jüngsten Finanzergebnisse zeigen jedoch, dass solche Schritte Druck auf Umsatz und Gewinn ausüben können.

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