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Was verändert das Modell von BlackRock und Ondo?

Die Portfolio-Tokenisierung entwickelt sich weiter: Statt einzelne Aktien, Anleihen oder Fonds auszuwählen, könnten Anleger künftig eine fertige Strategie als eine einzige Einheit auf der Blockchain halten. BlackRock hat drei Modellportfolios, die es für Ondo Finance entwickelt hat, in einer Token-Struktur angeboten und damit gezeigt, dass sich die Tokenisierung von einzelnen Wertpapieren auf die eigentliche Anlagestrategie verlagern könnte.

Die betreffenden Produkte bestehen aus drei separaten Strategien, die jeweils mehrere Vermögenswerte bündeln. Anleger müssten in diesem Aufbau die einzelnen Positionen nicht mehr separat kaufen und regelmäßig neu ausbalancieren, sondern könnten einfach den Token halten, der das gesamte Portfolio abbildet.

  • Strategie mit Fokus auf hohe Erträge
  • diversifizierte wachstumsorientierte Strategie
  • Strategie mit Fokus auf starkes Wachstum

Auch klassische Investmentfonds und ETFs bieten seit Langem gebündelte Produkte an. Dass ein Portfolio jedoch direkt on-chain liegt, eröffnet neue Nutzungsmöglichkeiten: Es kann zwischen Wallets und Plattformen übertragen, auf der Blockchain eingesehen und potenziell auch als Sicherheit verwendet werden.

Warum ist dieser Schritt für den Markt wichtig?

Zahlen und Vertriebswirkung

Die Tokenisierungswelle konzentrierte sich bisher vor allem auf On-Chain-Versionen von Geldmarktfonds, Private Credit, Aktien und ETFs. Das Beispiel BlackRock/Ondo deutet darauf hin, dass diese Vermögenswerte in der nächsten Phase innerhalb einer Strategie gebündelt und ebenfalls über die Blockchain vertrieben werden könnten.

Laut Daten von Broadridge belief sich das Volumen der bei Vermögensverwaltern weit verbreiteten Modellportfolios im Juni auf 9,8 Billionen Dollar. Diese Größenordnung zeigt, dass Tokenisierung für Vermögensverwaltungen nicht nur ein Technologietest ist, sondern auch ein neuer Vertriebskanal sein könnte.

Wie entwickelt sich der Wettbewerb und das Zukunftsszenario?

Ähnliche Initiativen und Erwartungen an Automatisierung

Bitwise stellte im August gemeinsam mit Glider, das von Coinbase und a16z unterstützt wird, automatische Token-Portfolios für geeignete Anleger außerhalb der USA vor. In diesem Modell bleiben tokenisierte Aktien in der eigenen Wallet der Anleger, während die Software die Gewichtung anpasst, um die Zielallokation zu halten; Ondo hingegen bündelt das Exposure in einem einzigen, übertragbaren Token.

Laut Tom Staudt, President und Chief Operating Officer von ARK Invest, könnte Tokenisierung den Zugang zu Private Equity, Private Credit, Krypto und internationalen Märkten über dieselbe digitale Infrastruktur erweitern. In Verbindung mit Künstlicher Intelligenz könnte dieser Ansatz den Weg für stärker personalisierte Portfolios ebnen, die auf Zielsetzung, Risikoneigung und sogar den Steuerstatus des Anlegers zugeschnitten sind.

Welche Infrastruktur noch fehlt

John Hoffman, früherer Manager mit Verantwortung für die Portfolio-Produkte von Ondo, hatte erklärt, dass für einen stärker automatisierten Aufbau ein breiteres On-Chain-Universum an Vermögenswerten, eine Prime-Brokerage-Infrastruktur und nativ auf der Blockchain funktionierende Asset-Management-Strategien nötig seien. Dan Romero von Tempo, das von Stripe unterstützt wird, argumentiert zudem, dass Stablecoins Bargeld auf die Blockchain bringen, während Tokenisierung das investierbare Anlageuniversum dorthin verlagern und so neue Finanzprodukte ermöglichen könne.

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