Wie kam der Schuldenalarm im Fall aus Michigan auf?
Veronica, die im US-Bundesstaat Michigan lebt, sieht sich mit einer unerwarteten Schuldenlast konfrontiert, weil ihr Ehemann 2021 für den Wohnkredit seines Bruders gebürgt hat. Nachdem die Hausgemeinschaftsgebühren, also die HOA-Gebühren, des Bruders seit mehr als einem Jahr nicht gezahlt wurden, wurde berichtet, dass die Schulden vom Bürgen eingetrieben werden könnten und bei ausbleibender Zahlung für die Immobilie ein Foreclosure-Verfahren, also eine Zwangsvollstreckung, beginnen könnte.
Laut Akte liegt der ausstehende Gesamtbetrag bei rund 10.000 US-Dollar. Veronica erklärte, dass sie nicht über das Geld verfüge, um die Summe sofort zu begleichen, in ihrem Depot aber Aktien im Wert von etwa 50.000 US-Dollar liegen.
Warum löste der Verkauf das Problem nicht?
Der Bruder habe die Wohnung zum Verkauf angeboten, doch zum Zeitpunkt des Gesprächs habe die Anzeige bereits seit 81 Tagen auf dem Markt gestanden. Obwohl der Verkaufspreis unter den ursprünglichen Kaufpreis von 220.000 US-Dollar gesenkt worden sei, kam kein Abschluss zustande; der verbleibende Betrag des Hypothekendarlehens wurde mit rund 172.000 US-Dollar angegeben.
Wie wachsen die finanziellen Risiken bei einer Bürgschaft?
Der Fall hat erneut deutlich gemacht, dass eine Bürgschaft für einen Kredit nicht nur eine Unterschrift bedeutet, sondern direkt Bilanz- und Kreditrisiken schafft. Vor allem Bürgen mit einer steigenden Schulden-Einkommens-Quote könnten es künftig schwerer haben, Kredite auf ihren eigenen Namen aufzunehmen oder bestehende Verbindlichkeiten umzustrukturieren; laut Quelle gelten Werte über 43 % als negativ.
Kreditwürdigkeit und rechtliche Verpflichtungen im Überblick
- Zahlt der Hauptschuldner länger als 30 Tage nicht, kann das nicht nur dessen, sondern auch die Kreditwürdigkeit des Bürgen beeinträchtigen.
- Gerät das Konto in den Inkassoprozess, kann der negative Eintrag bis zu sieben Jahre in der Kreditakte bleiben.
- Da viele Kredite keine klare Möglichkeit vorsehen, einen Bürgen nachträglich zu entfernen, ist ein Ausstieg aus der Haftung oft schwierig.
Laut einer Handreichung der Federal Trade Commission (FTC) muss sowohl der Kreditgeber als auch der Hauptschuldner zustimmen, damit ein Bürge aus der Schuld entlassen wird. In Fällen mit schwacher Zahlungshistorie kann der Bürge dadurch über lange Zeit dem Risiko ausgesetzt bleiben.
Warum verstärkt die Lage am Wohnungsmarkt die Unterstützung durch Familien?
Das Beispiel rückt in einer Phase in den Fokus, in der der Zugang zur Wohnungsfinanzierung schwieriger geworden ist. Eine FICO-Studie zum Wohneigentum 2026 zeigt, dass 74 % der potenziellen Käufer den Hauskauf wegen finanzieller Hürden verschieben oder neu bewerten.
Laut Daten von Redfin nutzten zuletzt rund 24 % der Käufer aus der Generation Z und der Millennials Bargeldhilfen von der Familie oder Erbschaften für die Anzahlung. Der Fall aus Michigan zeigt jedoch, dass familiäre Unterstützung über eine Bürgschaft Risiken entfalten kann, die von der Kreditwürdigkeit über ein Aktienportfolio bis hin zu persönlichen Beziehungen reichen.
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