Abstand im US-Verkaufsrennen schrumpft auf 1.195 Fahrzeuge
Laut den US-Verkaufszahlen behauptete Ford im dritten Quartal mit 507.395 ausgelieferten leichten Fahrzeugen seinen dritten Platz im Markt. Die Hyundai Motor Group kam mit den Marken Hyundai, Kia und Genesis auf insgesamt 506.200 verkaufte Fahrzeuge und lag damit nur knapp hinter Ford.
Die Verkäufe von Ford gingen im gleichen Zeitraum im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,6 % zurück, während die Verkäufe des südkoreanischen Herstellers um 5,4 % stiegen. In einer vergangenen Woche veröffentlichten Schätzung war erwartet worden, dass Hyundai Ford erstmals auf Quartalsbasis überholen könnte; beide Unternehmen meldeten jedoch ein stärkeres Ergebnis als prognostiziert.
Ford verwies mit Blick auf das knappe Rennen darauf, dass Hyundai und Kia auf dem US-Markt getrennte operative Strukturen haben. Dennoch zeigen die veröffentlichten Zahlen, dass die Hyundai Group ihr Wachstum auf dem US-Automarkt fortsetzt.
Im Jahresvergleich liegt Ford weiter vorn
Nach den in dieser Woche veröffentlichten Daten hält Ford zum Ende des dritten Quartals einen Jahresvorsprung von rund 89.700 Fahrzeugen gegenüber Hyundai. Auf dem US-Markt liegt weiterhin General Motors an der Spitze, gefolgt von Toyota auf Rang zwei; Toyota konnte seinen Abstand zu GM im Jahresverlauf ebenfalls verkürzen.
- Ford: 507.395 leichte Fahrzeuge, minus 6,6 % im Jahresvergleich.
- Hyundai Motor Group: 506.200 Fahrzeuge, plus 5,4 % im Jahresvergleich.
- Quartalsabstand: 1.195 Fahrzeuge.
Die Hauptgründe für den Druck auf Ford
Belastet wurde die Entwicklung bei Ford vor allem durch Produktionsprobleme bei der für das Unternehmen besonders wichtigen F-Serien-Pickup-Reihe. Nach Bränden bei zwei Zulieferern im vergangenen Jahr kam es zu Störungen in Produktion und Absatz.
Hinzu kam, dass einige Modelle wie der Ford Escape aus dem Sortiment genommen wurden, was den Jahresvergleich erschwerte. Die Verkäufe von Ford-Fahrzeugen gingen im Quartal um rund 6 % zurück, bei der Premiummarke Lincoln lag das Minus bei 18 %.
Wie F-Serie und Elektroautos das Ergebnis beeinflussten
Bei der F-Serie, einer der wichtigsten Umsatzsäulen von Ford, sanken die Verkäufe im dritten Quartal nur um 1,9 %. Das Unternehmen teilte mit, dass sich die Verkaufs- und Lagerbestände innerhalb der Baureihe, einschließlich des F-150, im Quartalsverlauf verbessert hätten.
Starker Rückgang bei Elektrofahrzeugen hält an
Deutlich belastet wurde die Bilanz durch den Rückgang beim vollelektrischen Pick-up F-150 Lightning, dessen Produktion bereits eingestellt wurde. Die Verkäufe von Elektrofahrzeugen bei Ford lagen bis Ende September im Jahresvergleich um 67,5 % niedriger; allein im dritten Quartal betrug das Minus rund 80 %.
Zu dem Rückgang trug auch die hohe Vergleichsbasis bei, weil die Nachfrage im Vorjahreszeitraum vor dem Auslaufen der bundesweiten US-Förderung für Elektroautos deutlich angezogen hatte. Die staatliche Kaufprämie für Verbraucher konnte dabei bis zu 7.500 US-Dollar betragen.
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