US-Renditen belasten die Bitcoin-Preisbildung
Bitcoin bewegte sich zum Handelsstart in den USA in einer engen Spanne um 78.000 Dollar und lag im Tagesverlauf zeitweise rund 1 % im Plus. Die Volatilität fiel mit erneut starkem Verkaufsdruck vor allem bei länger laufenden US-Staatsanleihen zusammen.
Nach Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent, die auf mögliche neue Eingriffe am Anleihemarkt hindeuteten, machte das Paar BTC/USD die Verluste vom Sitzungsbeginn schnell wieder wett. Bessent erklärte, dass es bislang keine direkten Stützungsmaßnahmen für den langen Laufzeitenbereich mit 10- und 30-jährigen Anleihen gegeben habe; der Markt wertete die Aussagen als möglichen politischen Hinweis.
Warum steigen die Renditen wieder?
Das US-Finanzministerium hatte in diesem Monat angekündigt, dass es ab September das Volumen seiner Rückkaufprogramme für Schuldtitel mindestens verdoppeln und auf 4 Mrd. Dollar erhöhen werde. Nach der ersten Mitteilung gaben die Renditen zwar nach, doch am Montag kletterte die Rendite 10-jähriger US-Anleihen erneut auf 4,76 % und damit auf den höchsten Stand seit Januar 2025.
- Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichte im Tagesverlauf 5,269 %.
- Das lag nur 6 Basispunkte unter dem höchsten Niveau seit Januar 2007.
Schwächere Risikobereitschaft lenkt den Blick auf alternative Werte
Auch die US-Aktienindizes schlossen den Tag im Minus. Der S&P 500 und der Nasdaq Composite gaben um rund 0,4 % nach, nachdem neue Spannungen an der US-Iran-Front auf die Märkte durchschlugen.
Aufmerksamkeit erregten zudem Einschätzungen, wonach sich der Anleihemarkt zunehmend schwerer steuern lasse. Ray Dalio argumentierte, dass sich der Markt trotz des neuen Programms des Finanzministeriums nur schwer lenken lasse, und hob Gold sowie Bitcoin als Diversifikationsinstrumente gegen eine mögliche US-Schuldenkrise hervor.
Was sagt das technische Bild vor dem Monatsende?
Vor dem Monatsende im August hielt sich Bitcoin oberhalb des 50-Wochen-Exponentialgleitenden Durchschnitts bei 77.269 Dollar. Diese Marke gilt kurzfristig als Unterstützung, während die Monatsrendite mit rund 25 % auf die beste August-Performance seit 2017 hindeutet.
Gleichzeitig bleiben einige Analysten vorsichtig. Rekt Capital verwies auf eine versteckte bärische Divergenz zwischen Kurs und Relative-Stärke-Index im Tageschart; der tägliche RSI liegt mit 70,7 weiter im überkauften Bereich, was auf das Risiko nachlassender Dynamik hindeutet.
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