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Offizielle Stellungnahme der VAE zu Flug FZ1073

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben den Vorfall auf dem FlyDubai-Flug FZ1073 vom 30. September von Dubai nach Tel Aviv als geplanten Terrorversuch eingestuft. Die Generalstaatsanwaltschaft der VAE teilte mit, dass der Co-Pilot den Kapitän während des Flugs im Cockpit mit einer Notfallaxt angegriffen und versucht habe, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen.

Laut Angaben der Fluggesellschaft befanden sich an Bord 172 Menschen, darunter Passagiere und Crew. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, die meisten der Menschen an Bord seien israelische Staatsbürger gewesen, und sagte, der Angreifer habe versucht, das Flugzeug zum Absturz zu bringen.

Was geschah während des Fluges?

Nach Medienberichten und Schilderungen von Zeugen griffen nach dem Angriff Passagiere und die Kabinenbesatzung ein und überwältigten den Co-Piloten. Das Flugzeug landete sicher auf dem Flughafen Tabuk in Saudi-Arabien.

Netanjahu erklärte, der verletzte Pilot sei der indische Staatsbürger Smit Machchhar. Die indische Botschaft in Riad teilte mit, Machchhar sei in Tabuk ins Krankenhaus gebracht worden und sein Zustand sei stabil; FlyDubai erklärte später, der Kapitän sei in die VAE zurückgebracht worden.

Flugdaten zeigen die Heftigkeit des Vorfalls

Nach Daten der Flugverfolgungsplattform FlightRadar24 verzeichnete die Maschine vom Typ Boeing 737 Max 8 starke Höhenwechsel, bevor ein allgemeiner Notfallcode gesendet wurde. Die Daten zeigen, dass FZ1073 innerhalb kurzer Zeit senkrechte Geschwindigkeiten erreichte, die weit außerhalb des normalen Betriebs lagen.

  • Das Flugzeug sank innerhalb von 29 Sekunden von einer Höhe von mehr als 14.000 Fuß rapide ab.
  • In den Transponderdaten wurden vertikale Geschwindigkeiten von rund -30.000 bis +10.000 Fuß pro Minute erfasst.
  • Laut FlightRadar24 überschreiten vertikale Geschwindigkeiten im normalen Betrieb nur selten plus oder minus 4.000 Fuß pro Minute.

Worauf konzentriert sich die Untersuchung?

Die Behörden der VAE erklärten, die Ermittlungen liefen weiter, um alle Umstände des Vorfalls, mögliche Motive und mögliche Verbindungen zu klären. Auch technische Prüfungen sowie die Analyse physischer und digitaler Beweise seien Teil der Akte, hieß es.

Die von den Behörden verwendete Einstufung zeigt, dass der Vorfall nicht nur strafrechtlich, sondern auch aus Sicht der Luftfahrtsicherheit als Hochrisikofall behandelt wird. Die Stellungnahme der Generalstaatsanwaltschaft war die erste offizielle Bestätigung dafür, dass bei dem Angriff eine crash axe, also eine Notfallaxt, eingesetzt wurde.

Betriebsrisiken und Sicherheitsdebatten rücken wieder in den Fokus

Der Vorfall auf der Strecke Dubai–Tel Aviv hat erneut Fragen zur Cockpit-Sicherheit und zur Kontrolle der Besatzung in der kommerziellen Luftfahrt aufgeworfen. Auch Anwar Gargash, hochrangiger Berater des Präsidenten der VAE, betonte, dass der Kampf gegen Extremismus in der Region andauere.

Auch wenn keine offiziellen Daten zu möglichen Auswirkungen auf die Finanzmärkte veröffentlicht wurden, wird das Ergebnis der Ermittlungen genau beobachtet – vor allem im Hinblick auf Sicherheitsverfahren in der Luftfahrt und das operative Risikomanagement. Insbesondere Flugsicherheit, Betriebskontinuität und das Krisenmanagement der Unternehmen dürften in den kommenden Wochen im Mittelpunkt der Debatte stehen.

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