Wie wurde das Flugzeug nach dem Angriff im Cockpit unter Kontrolle gebracht?
Nach dem Flydubai-Cockpitangriff konnte Flug FZ1073 mit Hilfe von Passagieren und zwei an Bord befindlichen Ersatzpiloten sicher am Flughafen Tabuk im Nordwesten Saudi-Arabiens landen. Der indische Kapitän an Bord der Maschine von Dubai nach Tel Aviv berichtete, er sei vom Co-Piloten mit einem Messer verletzt worden, habe dennoch die Cockpittür geöffnet und den anderen so den Zugang ermöglicht.
Rund zweieinhalb Stunden nach dem Start am Mittwochmorgen verlor die Maschine plötzlich an Höhe und sank um mehr als 17.000 Fuß. Die Crew setzte zunächst einen Notruf an die Flugsicherung ab und aktivierte anschließend den Code 7500, der auf eine Entführung hinweist.
Smit Machchhar sagte in einem Video-Gespräch mit dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi, er habe im verletzten Zustand bemerkt, dass das Flugzeug sinkt, und noch einen letzten Versuch unternommen, die Tür von innen zu öffnen.
Machchhar sagte: „Ich wollte nicht zulassen, dass andere sterben.“
Bekannte Eckdaten zum Vorfall
- Flug FZ1073 war von Dubai nach Tel Aviv unterwegs.
- An Bord befanden sich mehr als 170 Passagiere.
- Passagiere und Besatzung spielten bei der Ausschaltung des Angreifers eine Rolle.
- Die Maschine landete um 06:58 Uhr Ortszeit in Tabuk.
Was sagen die Behörden, und wie läuft die Untersuchung?
Benjamin Netanyahu sagte in einer Erklärung gegenüber Medien, einer der Piloten habe den anderen mit einem Messer attackiert und offenbar versucht, das Flugzeug zum Absturz zu bringen. Der israelische Ministerpräsident erklärte zudem, der Angreifer sei Staatsbürger Omans; erste Erkenntnisse deuteten auf eine radikale ideologische Beeinflussung hin.
Laut der staatlichen Nachrichtenagentur der Vereinigten Arabischen Emirate prüfen die Behörden, ob der Vorfall mit einer terroristischen Tat oder einem terroristischen Motiv in Verbindung steht. In derselben Mitteilung hieß es auch, der Angreifer sei nach seiner Festsetzung durch Passagiere und Kabinenpersonal gefesselt worden.
Gesundheitszustand des Piloten und Reaktionen
Machchhar wurde in Tabuk ins Krankenhaus gebracht und später per Flugzeug nach Abu Dhabi ausgeflogen. Nach Angaben der indischen Botschaft in den VAE ist sein Zustand stabil; zudem hieß es, sein Gesundheitszustand sei gut und die Genesung verlaufe positiv.
Nach Bekanntwerden der Identität des Piloten verbreiteten sich in Indien zahlreiche Unterstützungsbotschaften in den sozialen Medien. Modi sagte Machchhar bei dem Gespräch außerdem, sein Mut, seine Ruhe und seine schnellen Entscheidungen hätten viele Menschenleben gerettet.
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