Neue Angriffswelle in der Straße von Hormus
Die Spannungen rund um die Straße von Hormus haben sich nach gegenseitigen Angriffen der USA und Irans am Dienstag erneut verschärft. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) erklärte, nach jüngsten Vorfällen gegen Handelsschiffe und US-Personal in der Region habe man am Mittag Angriffe auf Ziele der iranischen Revolutionsgarden begonnen.
Donald Trump bezeichnete die Operation als Reaktion auf einen iranischen Versuch, Seeminen in der Straße zu platzieren, sowie auf einen Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt in Jordanien. CENTCOM nannte zunächst jedoch keine Details zu Zahl, Lage und eingesetzten militärischen Mitteln der getroffenen Ziele.
Die iranische Seite kündigte über die staatliche Agentur Tasnim an, als Antwort auf die US-Angriffe würden amerikanische Stützpunkte und Interessen in der Region mit Raketen und Drohnen ins Visier genommen. Nach Angaben der Associated Press wurden über der südjordanischen Stadt Akaba Explosionen beobachtet; zunächst blieb unklar, wodurch sie ausgelöst wurden und ob iranische Raketen oder Drohnen ihr Ziel erreicht hatten.
Warum beobachten die Energiemärkte diese Region so genau?
Die finanzielle Bedeutung des Konflikts ergibt sich aus der zentralen Rolle der Straße von Hormus im weltweiten Energietransport. Nach Angaben der US Energy Information Administration (US-Behörde für Energieinformationen) floss vor dem Krieg rund ein Fünftel des globalen Ölangebots durch diese Wasserstraße.
Deshalb wird die militärische Eskalation in der Umgebung der Meerenge mit Blick auf die Sicherheit der Energieversorgung genau verfolgt. Die jüngsten Angriffe auf Handelsschiffe und die Vorwürfe über Seeminen haben die Risiken für den mit Öl verbundenen Schiffsverkehr erneut in den Vordergrund gerückt.
- Bedrohungen für den Handelsschiffsverkehr erhöhen die Unsicherheit über die Kontinuität der Energieversorgung.
- Das Sicherheitsrisiko in der Region beeinflusst Erwartungen an Seetransport und Versicherungskosten.
Welche Schritte wurden seit dem Wochenende unternommen?
Gegenseitige Operationen weiten sich in der Region aus
Am Sonntag griff das US-Militär Raketenstellungen auf der iranischen Insel Larak an, nachdem CENTCOM mitgeteilt hatte, iranische Kräfte hätten Raketen mit Seeminen für die Straße von Hormus vorbereitet. Teheran reagierte mit Raketenangriffen auf US-Stellungen in Jordanien; diese Raketen seien abgefangen worden, hieß es.
Auch die Vereinigten Arabischen Emirate teilten mit, in ihren Hoheitsgewässern sei eine iranische Drohne gestoppt worden. Die US-Botschaft in Katar veröffentlichte am Dienstag zudem eine Sicherheitswarnung und forderte Amerikaner in der Region zu erhöhter Vorsicht auf, da eine unvorhersehbare Eskalation möglich sei; zugleich wurde vor möglichen Flugausfällen, Sperrungen des Luftraums und Reisebehinderungen gewarnt.
Die jüngste Spannung zwischen Washington und Teheran hat sich nach rund einem Monat am Wochenende wieder zu einem direkten Schlagabtausch entwickelt. Wie es weitergeht, verfolgen die Märkte vor allem mit Blick auf die Kontinuität der Energieflüsse und die Sicherheit der Handelsschiffe auf der Hormus-Route genau.
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