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Was sagen die Ergebnisse für 2026 und der Ausblick für 2027?

SelectQuote teilte Investoren mit, dass der Hauptgrund für die Aktie inzwischen weniger im Wachstum als in der Cash-Generierung liege. Der Umsatz des Unternehmens im Geschäftsjahr 2026 stieg im Jahresvergleich um 6 % auf 1,62 Milliarden Dollar, während der aus der Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Cashflow gegenüber dem Vorjahr um 44 Millionen Dollar zunahm.

Die Finanzlage zeichnete jedoch ein vorsichtigeres Bild. Das vierte Quartal endete mit einem Nettoverlust von 16,8 Millionen Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Nettogewinn von 12,9 Millionen Dollar erzielt worden war; zudem stellte das Unternehmen für 2027 einen Umsatz zwischen 1,35 Milliarden und 1,45 Milliarden Dollar in Aussicht. Damit liegt der Mittelwert rund 14 % unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2026.

Wie entwickeln sich die einzelnen Geschäftsbereiche?

Gesundheitsgeschäft wächst, steht aber unter Regulierungsdruck

Die Sparte Healthcare Services erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2026 mit Unterstützung des Apotheker-Geschäfts SelectRx einen Umsatz von 845 Millionen Dollar und wuchs um 14 %. Allerdings setzten die Preisänderungen im Rahmen des US-Gesetzes Inflation Reduction Act den Bereich in der zweiten Jahreshälfte zunehmend unter Druck.

Zum Ende des vierten Quartals lag die annualisierte bereinigte EBITDA-Rate dieses Geschäftsbereichs bei etwa 50 Millionen Dollar, nach 25 Millionen Dollar im Gesamtjahr, also ungefähr dem Doppelten. Mit einer stärkeren Lenkung von Rezepten in die Anlage in Olathe im Bundesstaat Kansas sollen die Margen weiter steigen; die Einrichtung soll rund 30 % effizienter ausliefern als ältere Standorte.

Im Senior-Segment sinkt der Umsatz, die Marge bleibt stabil

Im Senior-Segment blieb die bereinigte EBITDA-Marge im vierten Jahr in Folge bei 26 %. Der Umsatz der Sparte sank jedoch um 4 % auf 576 Millionen Dollar, auch weil sich ein großer Versicherungspartner dafür entschied, die Marketingausgaben zu kürzen.

  • Für das Geschäftsjahr 2027 wird bei genehmigten Medicare-Advantage-Policen ein weiterer Rückgang um 10 % bis 15 % erwartet.
  • Die Zahl der SelectRx-Mitglieder sank auf 109.039 und dürfte vor einer Erholung zunächst noch etwas schwächer werden.
  • Bei KI-gestützten Anmeldewerkzeugen und der Automatisierung von Arbeitsabläufen wurde ein jährliches Einsparpotenzial von mehr als 30 Millionen Dollar identifiziert.

Warum stehen Schuldenlast und Bewertungsmultiplikatoren im Fokus?

Neben dem schwächeren Umsatzbild rückt auch die Finanzierungskostenbelastung in den Blick der Anleger. Das Unternehmen hat rund 800 Millionen Dollar an Schulden und Vorzugsaktien; die Finanzierungskosten von etwa 12 % bedeuten eine jährliche Zinsbelastung von 45 Millionen Dollar in bar.

Auch die Marktsignale fallen gemischt aus. Die Zahl der Hedgefonds, die Positionen hielten, stieg auf Quartalsbasis von 13 auf 21, während die Leerverkaufsquote bei 1,16 % der frei handelbaren Aktien blieb; zugleich deutet das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 66,67 auf Basis der Forward-Bewertung per 1. September darauf hin, dass ein großer Teil des erwarteten Gewinnwachstums bereits eingepreist sein könnte.

Das Management will den operativen Cashflow im Geschäftsjahr 2027 auf mehr als 60 Millionen Dollar steigern. Ob das gelingt, hängt davon ab, ob die erwartete Margenverbesserung im Gesundheitsgeschäft tatsächlich eintritt und die Produktivitätsgewinne am Standort Olathe in größerem Maßstab anhalten."""