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Warum will die SEC die Regeln ändern?

Die SEC (US-Börsenaufsicht) hat vorgeschlagen, die Vorschriften für Transferagenten in den US-Märkten neu zu fassen, da blockchainbasierte Registersysteme und tokenisierte Wertpapiere immer sichtbarer werden. Die Behörde erklärte, der bestehende Rahmen decke die neuen Risiken einer digitalisierten und stärker automatisierten Marktinfrastruktur nicht ausreichend ab.

Nach dem Vorschlag sollen die Vorgaben für Transferagenten, die für die Erfassung, Verwahrung und Übertragung von Wertpapieren zuständig sind, in den Bereichen Buchführung, Registrierung, Verwahrung und operative Abläufe aktualisiert werden. Die SEC betonte vor allem Lücken bei Cybersecurity, operativer Widerstandsfähigkeit sowie beim Schutz von Anlegerdaten und Wertpapieren.

Die Behörde verwies darauf, dass der bestehende Rahmen zuletzt Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre grundlegend aktualisiert worden sei. Damals habe die Branche noch weitgehend auf Papierurkunden und manuelle Registrierungsprozesse gesetzt, während die heutige digitale Infrastruktur ganz andere Risiken mit sich bringe.

Welche neuen Pflichten sieht der Vorschlag vor?

Berichts- und Compliance-Standards werden ausgeweitet

Der Vorschlag enthält umfassendere Berichtspflichten und neue Compliance-Standards für Transferagenten. Im Entwurf sind zudem Regeln für Beschränkungsvermerke auf Wertpapieren sowie für den Einsatz von Drittanbietern vorgesehen.

  • Aktualisierte Buchführungs- und Verwahrungsprozesse
  • Klare operative Standards für Übertragungsprozesse
  • Compliance-Regeln für Drittanbieter
  • Zusätzliche Aufsicht für Risiken aus der digitalen Infrastruktur

Die SEC wird Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit einholen. Die Frist für Kommentare beträgt 60 Tage nach der Veröffentlichung des Vorschlags im Federal Register.

Mögliche Folgen für Krypto und tokenisierte Märkte

Der Vorschlag könnte für Transferagenten, die auf Blockchain-Basis arbeiten, einen klareren regulatorischen Rahmen im US-Markt schaffen. Die SEC verwies auf das wachsende Interesse von Marktteilnehmern an blockchainbasierten Modellen zur Registerführung, tokenisiertem Fondsmanagement und der Interoperabilität zwischen verschiedenen Ketten.

Der Schritt fügt sich in die breitere Regulierungsoffensive der Behörde ein. Im Mai hatte die SEC bereits drei wichtige Änderungen an den Regeln für börsennotierte Unternehmen vorgeschlagen, und in der vergangenen Woche leitete sie einen umfassenden Entwurf zur Überarbeitung der Verwahrungsregeln für Anlageberater und Investmentgesellschaften an die Prüfung im Weißen Haus weiter. Der Prozess wird von der Kryptomarkt genau beobachtet, weil er klarere Standards dafür schaffen könnte, wie digitale Vermögenswerte im Einklang mit den bundesweiten Wertpapierregeln verwahrt werden dürfen.

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