Todesopfer und Verletzte bei der Veranstaltung in Aarau
Nach den Schüssen bei einer Rave-Party in der Schweiz haben die Behörden in Aarau eine großangelegte Untersuchung eingeleitet. Wie die Polizei am Sonntagmorgen mitteilte, starb die 22-jährige Maria Spinelli noch am Tatort; fünf weitere Menschen im Alter zwischen 24 und 27 Jahren wurden in Krankenhäuser gebracht.
Bei den Verletzten handele es sich um vier Männer und eine Frau, ihr Zustand reiche von leicht bis schwer, hieß es. Die Tat ereignete sich bei einer Techno-Veranstaltung auf der Schachen-Rennbahn in Aarau, rund 46 Kilometer westlich von Zürich.
Schweizweite Fahndung nach dem Täter läuft
Der erste Notruf sei gegen 02.30 Uhr eingegangen, teilte die Polizei mit. Die Behörden erklärten, es gebe bislang keine konkreten Hinweise darauf, ob die Schüsse von einer oder mehreren Personen abgegeben wurden; der oder die Verdächtigen befänden sich jedoch nach Einschätzung der Ermittler nicht mehr in Aarau.
- Das Gebiet rund um die Schachen-Rennbahn sowie das nahe Freibad und die Sportplätze wurden abgesperrt.
- Die Polizei bat Zeugen vor Ort, Fotos und Videos mit den Ermittlern zu teilen.
Die Kantonspolizei teilte mit, vorsorglich seien auch außerhalb von Aarau zahlreiche zusätzliche Einheiten eingesetzt worden. Unterstützt wurde der Einsatz von der Feuerwehr, der regionalen Katastrophenschutz-Einheit KKE sowie einem Helikopter der Schweizer Armee, der das Gebiet in den frühen Morgenstunden absuchte. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (DPA) laufen die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der Polizei Freiburg.
Italien verfolgt die Ermittlungen genau
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erklärte, sie vertraue darauf, dass die Schweizer Behörden alle Aspekte des Falls aufklären und die Verantwortlichen finden werden. Das italienische Außenministerium teilte mit, zur Begleitung der Ermittlungen Vertreter nach Zürich entsandt zu haben; auch die Botschaft in Bern und das Generalkonsulat in Zürich verfolgten die Entwicklungen.
Das Ministerium sagte zudem, zwei leicht verletzte italienische Staatsbürger seien nach ihrer Behandlung wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Der Veranstalter Agency Events AG, der bis zu 3.500 Besucher erwartet hatte, kündigte an, die Polizei bei den Ermittlungen zu unterstützen.
Augenzeugen berichteten, kurz nach dem Ende der Musik Schüsse gehört zu haben. Obwohl der private Waffenbesitz in der Schweiz zu den höchsten in Europa zählt, sind tödliche Schusswaffenangriffe im Land selten.
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