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Solana ändert Fahrplan zur Entlastung des Angebots

Solana-Validatoren haben den Vorschlag SGP-0002 angenommen, der die jährliche Desinflationsrate des Netzwerks verdoppelt. Dem endgültigen Ergebnis zufolge erhielt der Vorschlag 67 % Zustimmung; 25,16 % stimmten dagegen, 7,84 % enthielten sich. Bei einer Beteiligung von 60,7 % des berechtigten Stakes dürfte der neue Fahrplan das Gesamtemissionsvolumen in den kommenden sechs Jahren um 18,9 Millionen SOL verringern.

Mit der Änderung steigt die jährliche Desinflationsrate von 15 % auf 30 %, während das langfristige Inflationsziel des Netzwerks von 1,5 % bestehen bleibt. Damit soll Solana die terminale Inflationsrate in rund 2,8 Jahren erreichen; im bisherigen Fahrplan waren dafür etwa 5,7 Jahre veranschlagt.

Transaktionsvolumen bleibt robust

Die Verschärfung auf der Angebotsseite kommt in einer Phase anhaltend steigender Netzwerknutzung. Onchain-Daten zufolge verzeichnete Solana im Juli mit 4,2 Milliarden Transaktionen einen Monatsrekord. Das entspricht einem Anstieg von 13,5 % gegenüber Juni und von rund 91 % gegenüber Dezember.

Bei Bitcoin rücken zwei Initiativen gegen Quantenrisiken in den Fokus

Auf der Bitcoin-Seite standen in dieser Woche zwei Entwicklungen im Zusammenhang mit Sicherheitsrisiken durch Quantencomputer im Mittelpunkt. Der StarkWare-Forscher Avihu Levy testete im Bitcoin-Mainnet eine experimentelle quantenresistente Transaktion, die die kurze Phase nutzen soll, in der öffentliche Schlüssel in der Mempool-Phase sichtbar werden.

Onchain-Daten zufolge wurde bei dem Test ein mit Levys Quantum Safe Bitcoin-Ansatz geschütztes UTXO mit 10.000 Satoshis ausgegeben. Die praktische Nutzung der Lösung gilt derzeit jedoch als begrenzt, da eine einzelne Transaktion Stunden dauern kann und die Kosten auf 150 bis 200 US-Dollar steigen können.

Blockstream legt Vorschlag für neues Signaturverfahren vor

Blockstream Research hat am 27. August zudem einen Bitcoin-Verbesserungsvorschlag für das Signaturverfahren SHRINCS veröffentlicht, das Bitcoin gegen Quantenangriffe stärken soll. Die Forscher erklärten, sie hätten die großformatige hashbasierte Signatur um rund 13,23-fach verkleinert. Gleichzeitig betonten sie, dass die neuen Signaturen immer noch etwa neunmal größer sind als die derzeitigen Bitcoin-Signaturen und mehrere Kompromisse mit sich bringen.

Blockstream-Forscher Jonas Nick sagte, es handle sich um den „ersten konkreten Vorschlag für ein speziell für Bitcoin entwickeltes Post-Quantum-Signaturverfahren“.

Am Markt lag Bitcoin vorn, ETF-Zuflüsse beschleunigten sich

Laut Daten von BlocksBridge Consulting hat der Kursanstieg von Bitcoin um 23 % in der vergangenen Woche die meisten an KI gekoppelte Infrastrukturaktien hinter sich gelassen. Im selben Zeitraum legten die Aktien von Canaan, American Bitcoin und Cango um 41 % bis 67 % zu, während CoreWeave um rund 21 %, Nebius um 17 % und IREN um 15 % stiegen.

Auch Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im August Zuflüsse von mehr als 3,3 Milliarden US-Dollar und damit die stärkste Monatsperformance seit dem Hoch im Oktober 2025. Zum Wochenschluss stellte sich das Kursbild wie folgt dar:

  • Bitcoin: 78.420 US-Dollar, plus 1,1 % auf Wochensicht
  • Ethereum: 2.469 US-Dollar, plus 0,6 %
  • XRP: 1,38 US-Dollar, minus 8,7 %

Laut CoinMarketCap liegt die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes bei 2,64 Billionen US-Dollar. Marktbeobachter gehen davon aus, dass sowohl die Änderung des Solana-Emissionsfahrplans als auch die sicherheitsorientierten technischen Schritte bei Bitcoin die Preisbildung und die Anlegerstimmung in den kommenden Monaten beeinflussen könnten.

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