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Ondo hält das bestehende Regelwerk für ausreichend

Ondo Finance hat in drei Stellungnahmen an die SEC und die CFTC vom 24. August argumentiert, dass auf einzelne Aktien bezogene Perpetual-Futures in den USA ohne neue Regulierung zulässig sein könnten. Nach Ansicht des Unternehmens können die bestehenden Regeln für Wertpapier-Futures diese Produkte zusammen mit modernen Sicherheitenmodellen und On-Chain-Marktdaten abdecken.

Das Unternehmen verwies darauf, dass ein großer Teil dieser Produkte auf Aktien basiert, die an US-Börsen im Hauptsegment gehandelt werden. Entsprechend sei die Verlagerung dieser bislang größtenteils außerhalb der USA stattfindenden Aktivität zurück in den Heimatmarkt ein Thema, das die Aufseher sowohl mit Blick auf die Marktüberwachung als auch auf den lokalen Wettbewerb aktiv prüfen müssten.

Die wichtigsten Argumente aus den Schreiben

  • Nach Ansicht von Ondo sorgen die geplanten Funding-Zahlungen bei Perpetual-Kontrakten dafür, dass der Preis nahe am Basiswert bleibt und damit einen Ausgleichsmechanismus ähnlich dem Laufzeitende klassischer Futures schafft.
  • Das Unternehmen argumentierte zudem, dass es in der Definition von Wertpapier-Futures keine klare Vorgabe gebe, wonach Kontrakte zwingend ein festes Verfallsdatum haben müssten.

Auslandsprodukt erreicht Handelsvolumen von 8 Milliarden Dollar

Ondo teilte mit, dass seine in Panama ansässige Tochtergesellschaft außerhalb der USA Perpetual-Kontrakte anbietet, die an in den USA gelistete Einzelaktien gekoppelt und in Stablecoins abgerechnet werden. Nach Angaben des Unternehmens erreichte die Plattform bis zum 14. August – also rund sechs Wochen nach dem Start – ein kumuliertes Handelsvolumen von 8 Milliarden Dollar.

Daten von RWA.xyz zeigen, dass das Unternehmen nach dem von den verwalteten Werten verteilten Volumen unter den Anbietern tokenisierter Real-World-Assets auf Platz vier liegt. Am Mittwoch wurde dieses Volumen auf rund 2,6 Milliarden Dollar beziffert.

Die Regulierung von On-Chain-Produkten rückt in den Fokus

Der Vorstoß von Ondo fällt in eine Phase, in der US-Regulierer erneut prüfen, wie bestehende Marktregeln auf On-Chain-Produkte angewendet werden können. In diesem Zusammenhang unterzeichneten die SEC und die CFTC im März ein Memorandum of Understanding, um die Aufsicht bei Themen mit überschneidenden Zuständigkeiten besser abzustimmen.

Am Dienstag schlug die SEC vor, das seit Jahrzehnten geltende Rahmenwerk für Transferagenten zu modernisieren, und verwies dabei auf die wachsende Nachfrage nach Blockchain-basierten Aufzeichnungssystemen und tokenisierten Wertpapieren. Im August sagte Präsident Donald Trump zudem, CFTC-Chef Michael Selig arbeite daran, Hyperliquid in einen US-konformen und rechtssicheren Rahmen zu bringen; weder die CFTC noch Hyperliquid machten jedoch Angaben dazu, wie der Zugang aus den USA konkret funktionieren soll.

Auch am Markt schlugen die Regulierungssignale auf die Kurse durch. Nach Daten von CoinGecko stieg der native Token von Hyperliquid, HYPE, im Anschluss an diese Aussagen um mehr als 20 Prozent und legte in den vergangenen vier Wochen um rund 49 Prozent zu. Am Mittwoch wurde er bei etwa 81 Dollar gehandelt.

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