"""

Bitcoin gerät um die Marke von 77.000 Dollar unter Druck

Bitcoin fiel am Mittwoch in den ersten Stunden des Europa-Handels nach Verkäufen bis auf 76.400 Dollar. Zwar erholte sich der Kurs später wieder auf über 77.000 Dollar, blieb aber unter der zuvor genannten Widerstandszone.

Nach dem Rückgang rückte vor allem ein Befund in den Fokus des Marktes: Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten einen Tag zuvor Nettoabflüsse in Höhe von 236 Millionen Dollar. Das fiel mit Daten zusammen, die auf eine schwächere Nachfrage am Spotmarkt hindeuteten.

  • US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten Nettoabflüsse.
  • BTC kam trotz kurzer Erholung nicht über die Widerstandszone hinaus.
  • Die Verschlechterung der globalen Risikostimmung belastete auch Krypto-Assets.

CryptoQuant-Indikator signalisiert erneut negative Nachfrage

Was misst die sichtbare Nachfrage?

Laut Daten von CryptoQuant drehte der Bitcoin-Indikator für die sogenannte „sichtbare Nachfrage“ nach der kurzen Entspannung während des Anstiegs im August wieder in den negativen Bereich. Das Modell orientiert sich an ähnlichen Messgrößen aus den Rohstoffmärkten und verfolgt die Differenz zwischen neu geschaffener Angebotsmenge und Veränderungen beim ruhenden Angebot.

Eine positive sichtbare Nachfrage deutet darauf hin, dass der Markt auch wieder aktiv gewordene ältere Coins zusammen mit der neuen Mining-Produktion aufnehmen kann. Ein negativer Wert spricht dafür, dass Coins schneller wieder in einen ruhenden Zustand zurückkehren, als Miner neue Einheiten erzeugen, was auf eine schwache Spotnachfrage hindeutet.

Schwankungen an den globalen Märkten treffen Risikoanlagen

Bewegung bei Anleihen, Devisen und Asien-Börsen

Im breiteren Marktumfeld verlangsamten sich die zu Wochenbeginn auffälligen globalen Verkäufe an den Anleihemärkten etwas. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen fiel kurzfristig unter 4,8 Prozent.

Am selben Tag wurde gegen 13.00 Uhr UTC eine ungewöhnliche Bewegung im Währungspaar USD/JPY beobachtet. Nachdem sich das Paar der Marke von 160 angenähert hatte, fiel es auf 158,5 zurück. Beobachter werteten dies als mögliches Zeichen für eine neue Intervention der Zentralbank; eine offizielle Erklärung dazu gab es jedoch nicht.

Auch an den asiatischen Aktienmärkten kam es zu deutlichen Verlusten. Der KOSPI verlor 4,0 Prozent, während SK Hynix und Samsung Electronics um 4 Prozent beziehungsweise 4,7 Prozent nachgaben. Der Nikkei 225 fiel um 2,9 Prozent, der TAIEX in Taiwan um 1,7 Prozent. Steigende Ölpreise und anhaltende Gewinnmitnahmen bei KI-Aktien zählten zu den wichtigsten Faktoren, die die Risikobereitschaft belasteten.

"""