Nvidia stockt Rückkaufprogramm um 150 Milliarden Dollar auf
Nvidia hat am Montag bekannt gegeben, dass das Unternehmen sein Aktienrückkaufprogramm um weitere 150 Milliarden Dollar erweitert. Damit steigt das gesamte Rückkauflimit auf 235 Milliarden Dollar. Das Unternehmen erklärte, das verbleibende Programm solle bis zum Geschäftsjahr 2028 abgeschlossen werden.
Der Schritt erfolgt in einer Phase, in der die Ausgaben für KI-Infrastruktur weiter anziehen und Nvidia weiterhin starke Barmittel generiert. Nach Angaben des Konzerns handelt es sich um die größte Ausweitung einer Rückkaufgenehmigung in der Unternehmensgeschichte.
Was sagen die Zahlen über den Markt?
Aktienrückkäufe werden von Investoren genau verfolgt, weil Unternehmen damit die Zahl ihrer im Umlauf befindlichen Aktien verringern und so den Gewinn je Aktie stützen können. Die Nvidia-Aktie legte in den vergangenen 12 Monaten um 24 % zu, die Marktkapitalisierung erreichte 5,42 Billionen Dollar. Auch am Montag stieg der Kurs im Handel um 2,8 %.
- Zusätzliche Rückkaufgenehmigung: 150 Milliarden Dollar
- Gesamtes Rückkaufvolumen: 235 Milliarden Dollar
- Geplanter Abschluss: Geschäftsjahr 2028
KI-Ausgaben stärken die Finanzkraft des Konzerns
Nvidia gehört zu den führenden Herstellern der fortschrittlichsten Chips für künstliche Intelligenz und profitiert direkt vom Boom bei Rechenzentrumsinvestitionen. Das Wachstum des Unternehmens wird von der steigenden Nachfrage nach beschleunigten Rechenlösungen, vor allem Grafikprozessoren, getragen.
Jensen Huang erklärte, das Wachstum des Unternehmens werde durch den großen Plattformwandel hin zu künstlicher Intelligenz und beschleunigtem Rechnen angetrieben. Huang betonte, dass die starke Cash-Generierung sowohl Investitionen in neue Technologien als auch Kapitalrückflüsse an Aktionäre ermögliche.
Milliardenausgaben im Infrastrukturwettlauf erwartet
S&P Global Ratings prognostizierte im August, dass die kombinierten Investitionsausgaben großer Cloud-Anbieter bis 2027 auf mehr als 1,3 Billionen Dollar steigen könnten. Ein großer Teil dieser Ausgaben entfällt auf Rechenzentren und KI-Infrastruktur.
Huang hatte Anfang des Monats zudem erklärt, dass Nvidia im Jahr 2027 voraussichtlich doppelt so viele Chips verkaufen werde wie zuvor erwartet. Diese Einschätzung stützt die Markterwartung, dass das Unternehmen in den kommenden Jahren Umsatz und Cashflow auf hohem Niveau halten kann.
Produktpalette und mögliche Folgen für Anleger
Nvidia produziert nicht nur KI-Grafikprozessoren; zum Portfolio gehören auch CPUs, Switch-Chips, optische Netzwerklösungen, Notebook-Chips, die Jetson-Serie für Roboter und Autos sowie die in der Nintendo Switch 2 verwendeten Chips. Diese Vielfalt verringert die Abhängigkeit von einer einzelnen Produktkategorie.
Aus Sicht der Finanzmärkte signalisiert der große Rückkaufplan, dass das Management der langfristigen Wachstumsprognose des Unternehmens vertraut. Zugleich zeigt er, dass Nvidia bereit ist, die aus dem KI-Investitionszyklus erzielten Mittel stärker an die Aktionäre zurückzugeben.
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