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Markt reagiert schnell auf Dells Zahlen

Dell-Aktien legten am Dienstag im nachbörslichen Handel um rund 9 % zu, nachdem das Unternehmen seine Ergebnisse für das zweite Quartal sowie deutlich stärkere Prognosen für das Geschäftsjahr 2027 vorgelegt hatte. Anleger wurden vor allem durch die anhaltend hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur überzeugt, die Umsatz und Profitabilität des Unternehmens über die Erwartungen hinaus trieb.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres, das am 31. Juli endete, stieg Dells Nettogewinn auf 4,13 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 6,34 US-Dollar je Aktie. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen für denselben Zeitraum einen Nettogewinn von 1,16 Milliarden US-Dollar und 1,70 US-Dollar je Aktie gemeldet. Dell teilte zudem mit, dass der Quartalsumsatz im Jahresvergleich um rund 58 % gestiegen sei und damit alle Marktschätzungen übertroffen habe.

Warum der Ausblick für 2027 im Fokus stand

Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres stellte das Unternehmen einen bereinigten Gewinn je Aktie von 6,50 US-Dollar bei einem Umsatz von 49,0 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Analysten hatten laut Daten von LSEG mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 4,49 US-Dollar und einem Umsatz von 41,42 Milliarden US-Dollar gerechnet.

Dell hob auch seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2027 an. Die neue Zielspanne weist einen bereinigten Gewinn je Aktie von 25,50 US-Dollar und einen Umsatz von 192 Milliarden US-Dollar aus. Damit liegt der Ausblick deutlich über den von LSEG erfassten Erwartungen von 18,92 US-Dollar Gewinn je Aktie und 172,67 Milliarden US-Dollar Umsatz. Im Mai hatte das Unternehmen noch einen bereinigten Gewinn je Aktie von 17,90 US-Dollar sowie einen Umsatz von 165 Milliarden bis 169 Milliarden US-Dollar angepeilt.

  • Ausblick für das dritte Quartal: 6,50 US-Dollar bereinigter Gewinn je Aktie, 49,0 Milliarden US-Dollar Umsatz
  • Ausblick für das Geschäftsjahr 2027: 25,50 US-Dollar bereinigter Gewinn je Aktie, 192 Milliarden US-Dollar Umsatz

KI-Server wurden zum wichtigsten Wachstumstreiber

Die auf Rechenzentrumshardware ausgerichtete Sparte Infrastructure Solutions Group von Dell Technologies erzielte im zweiten Quartal einen Umsatz von 31,78 Milliarden US-Dollar und wuchs damit um 89 % im Jahresvergleich. Das Ergebnis lag über der StreetAccount-Prognose von 29,61 Milliarden US-Dollar.

Im selben Segment belief sich der Umsatz mit für künstliche Intelligenz optimierten Servern auf 16,40 Milliarden US-Dollar. Die Erlöse mit Speicherlösungen stiegen um rund 26 % auf 4,85 Milliarden US-Dollar, während der Umsatz mit klassischen Servern und Netzwerkausrüstung um 122 % auf 10,53 Milliarden US-Dollar sprang. Das Management erklärte, dass Kunden mit Bedarf an hoher CPU-Rechenleistung zur Unterstützung von KI- und agentenbasierten Workflows auch zusätzliche Nachfrage nach herkömmlichen Servern erzeugten.

Das PC-Geschäft wuchs, blieb aber unter den Erwartungen

Die Sparte Client Solutions Group, zu der Dells Verbraucher- und Firmengeschäft mit PCs gehört, setzte 15,03 Milliarden US-Dollar um. Das entsprach einem Plus von 20 % im Jahresvergleich, lag jedoch leicht unter der StreetAccount-Schätzung von 15,08 Milliarden US-Dollar. Das Management sagte, man lenke mehr Ressourcen in das Infrastrukturgeschäft, da sich im PC-Markt in der zweiten Jahreshälfte Schwächesignale zeigten.

Großaufträge und Jahresverlauf im Blick

Im Quartal erhielt das Unternehmen einen 9,7-Milliarden-US-Dollar-Auftrag zur Bereitstellung von Software für das US-Militär. Zudem teilte das auf KI-Cloud-Infrastruktur spezialisierte Unternehmen Iren mit, es habe sich auf den Kauf von Dell-Hardware im Wert von 1,6 Milliarden US-Dollar geeinigt, darunter auch Server mit Nvidia-Chips.

Dell rechnet im Geschäftsjahr 2027 mit einem Umsatz von 74 Milliarden US-Dollar mit für KI optimierten Servern, was einem Wachstum von rund 200 % entspräche. Die Aktie des Unternehmens lag zum Handelsschluss am Dienstag seit Jahresbeginn 236 % im Plus, während der S&P 500 im selben Zeitraum um 11 % zulegte.

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