CFTC legt zwei separate Regulierungsvorschläge für den Kryptomarkt vor
Die US Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat ein Paket für eine Krypto-Regulierung vorgestellt, das Geschäfte mit Hebel, Margin oder Finanzierung erfassen soll. Die am Montag angekündigten zwei Entwürfe zielen darauf ab, einen breiteren bundesweiten Rahmen sowohl für die Transaktionen selbst als auch für die Unternehmen zu schaffen, die diese Aktivitäten vermitteln.
Die erste Säule der Vorschläge ist Regulation CTX, die zweite Regulation CAM, die für Plattformen konzipiert ist. Mit dem CAM-Modell soll für Börsen, die Kryptotransaktionen abwickeln, ein neuer Status als „Krypto-Asset-Markt“ definiert werden.
Dieser Ansatz würde Anleger, die ihre Positionen über Fremdkapital ausbauen wollen, sowie die Anbieter dieser Produkte unter die Aufsicht der CFTC bringen. Die Behörde versucht, die nach dem Scheitern eines umfassenden Krypto-Gesetzes im Kongress entstandene Unsicherheit mit ihren bestehenden Befugnissen einzugrenzen.
Warum die Zuständigkeitslücke im Spotmarkt bestehen bleibt
Die wichtigste Grenze der Entwürfe: Die CFTC hat keine direkte Befugnis, Spotmarkt-Geschäfte ohne Hebel und ohne Margin zu regulieren. Daher bleiben klassische Käufe und Verkäufe, bei denen Bitcoin bei 85.787,74 US-Dollar und Ether bei 2.713,39 US-Dollar gehandelt werden, weitgehend außerhalb dieses Rahmens.
Die Behörde behält in diesem Bereich zwar ihre Eingriffsrechte gegen Betrug und Manipulation. Die zentralen Regeln für den täglichen Spot-Handel würden jedoch weiterhin unter den Überweisungs- und Geldtransferregeln der einzelnen Bundesstaaten und nicht unter einem neuen Bundesrahmen stehen.
CFTC-Vertreter sagen, erst nach der 60-tägigen öffentlichen Konsultation zu den Entwürfen werde klarer, wie viel Spot-Geschäft außerhalb der Bundesaufsicht bleibt. Unternehmen, die komplexere Produkte anbieten wollen, könnten sich demnach auf spezielle, von der CFTC beaufsichtigte Plattformen verlagern.
Was die Börsen und Anleger jetzt wissen müssen
Der neue CAM-Status würde eine engere Struktur als eine vollumfängliche DCM-Lizenz bieten. Einige große Plattformen wie Coinbase, Crypto.com und Bitnomial sind allerdings bereits als DCM registriert; auch Kalshi und Polymarket werden zu den Einrichtungen in diesem Rahmen gezählt.
- Bei Geschäften unter CTX sollen Futures Commission Merchants als Vermittler auftreten.
- Dadurch sollen die Kontrollen zur Bekämpfung von Geldwäsche im Rahmen des Bank Secrecy Act eingebunden werden.
- Für Plattformen, die Kundengelder in Omnibus-Konten halten, steht eine Proof-of-Reserves-Pflicht im Raum.
- Produkte, die besonders anfällig für Manipulation sind, sollen nicht gelistet werden dürfen.
- Geschäfte, bei denen die tatsächliche Lieferung in weniger als 28 Tagen erfolgt, könnten unter eine Ausnahme fallen.
Nach den jüngsten Schritten der US Securities and Exchange Commission (SEC) in den Bereichen Verwahrung und Tokenisierung beschleunigt dieser Vorstoß Washingtons Bemühungen, Regulierung auch ohne neues Gesetz zu schaffen. Solange die Zuständigkeitslücke im Spotmarkt aber nicht geschlossen ist, dürfte die fragmentierte Aufsichtsstruktur im US-Kryptomarkt weiter bestehen bleiben.
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