Dekret bei NASA-Termin in Texas bekannt gegeben
US-Präsident Donald Trump hat das Dekret zur Gründung der ersten US-Weltraumakademie unterzeichnet. Die Ankündigung erfolgte am Freitag bei einer Zeremonie im Johnson Space Center der NASA in Texas, die für die vierköpfige Artemis-II-Besatzung organisiert worden war.
Trump stellte die neue Einrichtung in eine Reihe mit renommierten nationalen Akademien wie der US Naval Academy und West Point. Das Dekret sieht außerdem die Bildung einer neuen Kommission vor, die den Präsidenten bei der Einrichtung der Akademie beraten soll.
Kommission soll den Gründungsprozess steuern
NASA-Chef Jared Isaacman wird der neu einzurichtenden Kommission vorsitzen. Dem Gremium sollen zudem hochrangige Vertreter wie Verteidigungsminister Pete Hegseth, der Sekretär der Luftwaffe Troy Meink und Russ Vought, Direktor des Office of Management and Budget des Weißen Hauses, angehören.
- Die Kommission soll den Präsidenten zur Gründung der Akademie beraten.
- In der Vorbereitungsphase soll das Ausbildungsmodell an die Bedürfnisse staatlicher Institutionen und der zivilen Luftfahrt angepasst werden.
In welchen Bereichen sollen Absolventen arbeiten?
Laut Trump sollen Absolventen der Akademie später bei der Space Force, bei NASA und in der zivilen Luftfahrt tätig sein. Die Weltraumpolitik des Weißen Hauses gehörte schon in beiden Amtszeiten Trumps zu den Prioritäten.
Mit einem 2019 unterzeichneten Gesetz hatte Trump bereits die Space Force als sechste Teilstreitkraft des US-Militärs geschaffen. Der neue Schritt in Richtung einer Weltraumakademie gilt als Fortsetzung dieses Ansatzes, der nationale Sicherheit und Raumfahrtkapazitäten gemeinsam betrachtet.
Artemis-Zeremonie und offene Fragen zum Programm
Bei der Veranstaltung überreichte Trump den vier Mitgliedern der Artemis-II-Besatzung die Congressional Space Medal of Honor. Die Auszeichnung gilt in den USA als höchste zivile Ehrung für Leistungen im Bereich der Raumfahrt.
Geehrt wurden die NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der kanadische Astronaut Jeremy Hansen. Die Crew umrundete im April die Rückseite des Mondes und absolvierte damit eine der bisher weitesten bemannten Missionen der Raumfahrtgeschichte.
Die Mission gilt als wichtiger Meilenstein in Trumps Plan, Astronauten bis 2028 wieder zum Mond zu schicken. Bei den nächsten Phasen des Artemis-Programms bleiben jedoch weiter Fragen offen.
Im Mai verstärkte die Explosion einer unbemannten Rakete von Blue Origin am Startplatz Cape Canaveral in Florida die Zweifel am Vorbereitungsstand der kommenden Missionen. Zudem teilte NASA im Februar mit, das Ziel einer Mondlandung von Artemis III fallenzulassen und die Mission stattdessen auf Sicherheits- und Andockmanöver in der Erdumlaufbahn zu konzentrieren; im Juni wurde dann die neue Besatzung für die für kommendes Jahr geplante zweiwöchige Artemis-III-Mission vorgestellt.
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