Umsatzrückgang bei Nike: Konzern kündigt Umbau an
Nike hat für das erste Quartal des Geschäftsjahres gemischte Finanzergebnisse vorgelegt und zugleich im Rahmen seiner langfristigen Wachstumsziele einen neuen Umbauplan angekündigt. Das Unternehmen teilte mit, dass der Plan Stellenstreichungen ab 2027 umfassen werde, nannte aber keine Zahl der betroffenen Positionen.
Der Nettogewinn des Konzerns sank auf 712 Millionen Dollar und lag damit 2 % unter den 727 Millionen Dollar des Vorjahreszeitraums. Der Umsatz fiel um 4 % auf 11,21 Milliarden Dollar. Nike erklärte, vor allem die Schwäche im China-Geschäft habe zu dem Rückgang beigetragen; in dem Markt sei der Umsatz um 26 % gesunken.
Der Umsatz in Nordamerika lag mit 5,13 Milliarden Dollar leicht über den erwarteten 5,11 Milliarden Dollar. Auch die Bruttomarge übertraf die Markterwartungen und erreichte 42,8 % nach prognostizierten 42,4 %.
Ausblick für 2027 und Marktreaktion
Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 erwartet das Unternehmen einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich. Die bereinigte Gewinnprognose je Aktie wurde mit 1,15 bis 1,35 Dollar angegeben.
Nike erklärte außerdem, dass die Kosten des Umbaus den Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2027 um 0,15 Dollar belasten werden. Nach der Mitteilung verlor die Aktie im nachbörslichen Handel rund 3 %. Seit Jahresbeginn liegt das Minus bei mehr als 40 %.
Welche Maßnahmen umfasst der Sparplan?
Die von Nike vorgestellte Strategie soll bis zum Geschäftsjahr 2031 Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Dollar bringen. Die nun angekündigten Stellenstreichungen sind bereits die dritte Personalrunde, die das Unternehmen in diesem Jahr bekanntgegeben hat.
Die wichtigsten Punkte des Plans
- Modernisierung der Lieferkette und Verschlankung der Abläufe.
- Neuordnung der Aktivitäten in drei geografischen Bereichen: Amerika; Asien-Pazifik und Großchina; Europa, Naher Osten und Afrika.
- Bau eines neuen Campus in Indien und Veränderungen in der Belegschaftsstruktur.
Das Unternehmen setzt seinen Transformationsplan schrittweise nach Prioritäten in den verschiedenen Geschäftsbereichen um. Nike betonte zudem, dass geopolitische Spannungen und die hohe Inflation die Verbraucherausgaben bremsen und damit die Nachfrage belasten.
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