Trump macht Sicherheitsbedrohung für Entscheidung verantwortlich
Der Abzug der auf dem Stützpunkt RAF Fairford stationierten US-Bomber erfolgte nach Angaben aus Washington nach einer konkreten Sicherheitsbedrohung. Das Pentagon bestätigte, dass rund ein Dutzend B-1-Bomber am Sonntag Großbritannien verließen und zu ihren Hauptbasen in den USA zurückkehrten.
Donald Trump sagte vor Journalisten vor seiner Abreise nach Nebraska, die Flugzeuge seien nicht zufällig abgezogen worden. Die Entscheidung sei wegen „einiger Drohungen“ gefallen, erklärte er. Wer hinter der Bedrohung stehe, wisse Washington, sagte Trump, nannte jedoch keine Namen.
Ein Sprecher des britischen Premierministerbüros in London erklärte am Montag, der Stützpunkt sei sicher. Der Sprecher erinnerte zudem daran, dass Trump in der vergangenen Woche die britische Polizei, das Verteidigungs- und das Sicherheitswesen im Zusammenhang mit dem Stützpunkt gelobt habe.
Zwischenfall am Stützpunkt und Ermittlungen im Fokus
Berichte in US-Medien und Angaben aus Washington bringen die Verlegung mit drei verdächtigen Fahrzeugen in Verbindung, die am 27. September in der Nähe des Stützpunkts gesehen worden sein sollen. Die Entwicklung rund um den Luftwaffenstützpunkt in Gloucestershire steht im Zentrum einer Terrorismusermittlung.
Im Rahmen der Ermittlungen wurden zunächst fünf Personen unter Terrorverdacht festgenommen und später gegen Kaution wieder freigelassen. Danach wurde eine sechste Person festgenommen, die als britisch-iranischer Doppelstaatler bezeichnet wird; auch sie kam später gegen Kaution frei.
Unterschiedliche Signale aus Washington
Marco Rubio vermied es, einen direkten Zusammenhang zwischen der Entscheidung und den Vorfällen der vergangenen Woche herzustellen. Der US-Außenminister sagte, die Verlegung von Militäreinheiten in andere Regionen der Welt sei aus Gründen wie Übungen, Umstationierungen und Personalwechseln üblich.
US-Vizepräsident JD Vance sprach dagegen von einem Schritt aus Gründen der „Vorsicht“ und stellte einen Zusammenhang zwischen Iran und Terrorakten her. Teheran wies jede Beteiligung an dem Vorfall entschieden zurück.
- Quellen in Washington zufolge ist die genaue Art der Bedrohung weiter unklar.
- In einigen Einschätzungen werden ein Sabotageversuch oder ein Angriff mit einer ferngesteuerten Drohne als mögliche Szenarien genannt.
Warum RAF Fairford strategisch wichtig ist
Der nahe dem Dorf Whelford in Gloucestershire gelegene Stützpunkt wird seit Jahren als vorgeschobener Einsatzort für die US Air Force genutzt. In den vergangenen Monaten verlegte die US-Armee von hier aus nach Freigabe Großbritanniens für defensive Einsätze gegen Iran B-1- und B-52-Bomber für Missionen im Nahen Osten.
Iran hatte im Juli erklärt, jeder Stützpunkt, von dem aus Angriffe auf eigenes Gebiet geführt würden, sei ein legitimes Ziel. Vor diesem Hintergrund wird die Lage bei RAF Fairford nicht nur als lokale Sicherheitsfrage, sondern auch als Teil der breiteren regionalen Spannungen gesehen.
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