"""

Der Abzug erfolgte nach dem Vorfall

Die US-Bomber wurden vollständig vom britischen Stützpunkt RAF Fairford abgezogen. Ein US-Verteidigungsbeamter teilte mit, dass etwa ein Dutzend B-1-Maschinen am Sonntag zu ihren Heimatbasen zurückgekehrt seien. Washington machte keine Angaben dazu, warum die Flugzeuge abgezogen wurden.

Die Entscheidung fiel nach Ermittlungen zu drei verdächtigen Fahrzeugen, die am 27. September in der Nähe des Stützpunkts in Gloucestershire gemeldet worden waren. Quellen aus Whitehall, dem Regierungsviertel in London, widersprachen nicht der Einschätzung, dass der Abzug mit dem Vorfall zusammenhänge. Nach BBC-Angaben wurde britischen Gesprächspartnern mitgeteilt, der Schritt sei keine politische, sondern eine operative militärische Entscheidung gewesen.

Wie weit sind die Ermittlungen?

Festnahmen und Kautionsverfahren

In den ersten Stunden des Vorfalls wurden fünf britische Staatsbürger aus London festgenommen, nachdem Fahrzeuge in Richtung des Stützpunkts unterwegs gewesen sein sollen. Gegen die 23- bis 25-Jährigen wurde zunächst wegen Sprengstoffdelikten und später wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Terrorakts ermittelt. Später ließ die Polizei alle fünf gegen Kaution frei und erklärte, dies sei Teil der Ermittlungstaktik gewesen.

Später wurde in London ein 25-jähriger britisch-iranischer Mann wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Terrorakts festgenommen. Die Anti-Terror-Polizei teilte mit, auch er sei am Samstag gegen Kaution freigelassen worden. Das britische Verteidigungsministerium äußerte sich dazu nicht.

Die Rolle des Stützpunkts und Iran-Vorwürfe

Warum RAF Fairford wichtig ist

RAF Fairford wird seit Jahrzehnten von der US Air Force als vorgeschobener Stützpunkt genutzt. In den vergangenen Monaten beherbergte die Basis mit Zustimmung Londons auch B-1- und B-52-Flugzeuge für Einsätze im Nahen Osten im Rahmen von Verteidigungsoperationen gegen den Iran. Flugverfolgungsdienste zeigten ebenfalls, dass die B-1-Maschinen den Stützpunkt am Sonntag verließen.

Der technische Rahmen der Einsätze

  • Die B-1-Flugzeuge seien zuletzt mit bunkerbrechender Munition und Luft-Boden-Raketen eingesetzt worden.
  • Je nach Zielort könne ein Einsatz insgesamt 12 bis 15 Stunden dauern; zudem sei auf dem Hin- und Rückweg eine Betankung in der Luft nötig.

Äußerungen aus Washington und London

Mehrere Tage nach dem Vorfall sagte Premierminister Andy Burnham, es gebe starke Hinweise darauf, dass der Iran in den Vorfall verwickelt gewesen sein könnte, nannte jedoch keine Details. Teheran wies den Vorwurf entschieden zurück. Auch US-Außenminister Marco Rubio verwies auf eine mögliche Beteiligung eines ausländischen Akteurs, während Präsident Donald Trump sich darüber wundere, dass die fünf Festgenommenen gegen Kaution freigelassen wurden.

Das Pentagon betonte, dass Bomber auch von Standorten auf dem US-Festland aus starten und ihre Einsatzfähigkeit damit erhalten bleibe.

"""