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Ergebnis über den Erwartungen

Affirm hat für das am 30. Juni beendete vierte Quartal des Geschäftsjahres einen Abschluss vorgelegt, der die Marktschätzungen übertraf. Der Umsatz des Unternehmens stieg im Jahresvergleich um 33 % auf 1,17 Milliarden US-Dollar, die Aktie reagierte auf die starken Zahlen am 28. August im Handel jedoch nur verhalten.

Das Volumen der über die Plattform abgewickelten Käufe (GMV) des im Bereich „Buy now, pay later“ tätigen Unternehmens legte um 36 % auf 14,1 Milliarden US-Dollar zu und lag damit über der Erwartung von 13,39 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Betriebsergebnis belief sich auf 353 Millionen US-Dollar, die Marge erreichte 30 %; die GAAP-Betriebsmarge verbesserte sich um 6 Prozentpunkte auf 12,6 %. Im gesamten Geschäftsjahr stieg das GMV auf 50,2 Milliarden US-Dollar, der Umsatz lag bei 4,26 Milliarden US-Dollar.

Was sagen Nutzerwachstum und Kreditqualität aus?

Das Wachstum spiegelte sich auch in den Nutzerdaten wider. Die Zahl der aktiven Kunden stieg binnen eines Jahres um 21 % auf 27,8 Millionen, während die Zahl der Transaktionen pro aktivem Nutzer um 20 % auf 7,0 zulegte. Auch die Zahl der aktiven Nutzer der Affirm Card verdoppelte sich mehr als und erreichte 5,2 Millionen.

  • Die 30-Tage-Überfälligkeitsquote sank auf 2,5 % und lag damit unter der Spanne von 2,7 % bis 2,8 % aus den drei vorangegangenen Quartalen.
  • Der neue Präsident Michael Linford sagte, dass das Unternehmen beim GMV nun bereits im elften Quartal in Folge um mehr als 30 % gewachsen sei.
  • Im Rahmen der Partnerschaft mit Shopify wurde Shop Pay Installments nach der Expansion im vergangenen Jahr in Großbritannien nun auch in Australien eingeführt.

Die vorsichtige Botschaft des Managements verweist auf den Verbraucher

Trotz der starken Zahlen lenkte CEO Max Levchin den Blick auf den finanziellen Druck für US-Verbraucher. Levchin sagte, Konsumenten gingen wegen verschiedener Inflationskomponenten vorsichtiger mit ihren Ausgaben um und griffen deshalb eher auf Angebote wie Affirm zurück.

Levchin sagte gegenüber CNBC: „Der US-Verbraucher sieht höhere Benzinpreise.“

Am 28. August lag der durchschnittliche Benzinpreis in den USA bei 4,09 US-Dollar je Gallone. Das lag zwar unter den Werten von über 4,50 US-Dollar aus dem Mai, doch seit dem 2. März fiel der Preis nicht mehr unter 3 US-Dollar. Levchin betonte zudem, dass der Preisdruck langfristig kein positives Umfeld schaffe.

Marktauswirkungen: Starkes Wachstum, aber Bewertungsfrage bleibt

Auch auf makroökonomischer Ebene kommen Signale, die den Ausblick für den Konsum beeinflussen. Im Juli lag die jährliche Inflation bei 3,7 %, während der von der Fed beobachtete Index der persönlichen Konsumausgaben monatlich um 0,2 % stieg. Die Zuwächse bei Einkommen und Ausgaben halten die Erwartungen an Zinsen und Nachfrage vor der Fed-Sitzung im September im Fokus.

Bei den Analysten gehen die Meinungen auseinander. James Friedman von Susquehanna hob sein Kursziel von 105 auf 110 US-Dollar an und verwies auf die starke Prognose für das Geschäftsjahr 2027. James Faucette von Morgan Stanley bewertete das Unternehmen zwar positiv, argumentierte aber, dass die Bewertung im Vergleich zu anderen Unternehmen angesichts des Wachstums weitgehend angemessen sei. Die Zahl der Hedgefonds sank im vergangenen Quartal von 61 auf 57, die Short-Quote lag bei 4,96 % und das Forward-KGV bei 40,16.

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