"""

Explosion trifft die Energieversorgung direkt

Eine Explosion an einer Gasleitung in Syrien hat in der Region Ost-Ghouta in der Provinz Damaskus dazu geführt, dass drei Kraftwerke gleichzeitig außer Betrieb gingen. Die staatliche Nachrichtenagentur SANA berichtete, dass nach dem Vorfall ein großer Brand ausbrach und die Ursache der Explosion noch nicht geklärt ist.

Die Syrische Elektrizitätsgesellschaft teilte am Mittwoch mit, dass die Kraftwerke wegen unzureichender Gaslieferungen nicht arbeiten konnten. Demnach hat der Vorfall den ohnehin begrenzten Stromangeboten im Land zusätzlichen Druck auferlegt.

Welche Kraftwerke betroffen sind

Nach der Störung des Gasflusses fielen folgende Kraftwerke aus:

  • Deir Ali Kraftwerk
  • Nasirija Kraftwerk
  • Tischrin Kraftwerk

Die Behörden erklärten, dass Spezialteams vor Ort daran arbeiteten, die Störung zu beheben und den Gasfluss wiederherzustellen. Da das Feuer jedoch weiterhin andauerte, wurde kein Zeitplan für die Reparaturen genannt.

Längere Stromausfälle erwartet

Die Elektrizitätsgesellschaft kündigte an, dass der Ausfall der drei Kraftwerke die Zeiten der Stromabschaltungen verlängern werde. Die Warnung kommt in einer Phase, in der die Energiekosten im Land steigen und Verbraucher bereits über immer schwierigere Bedingungen klagen.

In den vergangenen Monaten hatten Syrerinnen und Syrer auf die gestiegenen Energiepreise reagiert; vor zwei Wochen kam es in verschiedenen Teilen des Landes zu Protesten. Die Regierung hatte die Dieselpreise um bis zu 40 % und die Benzinpreise um 28 % erhöht und erklärt, die Aufschläge seien vorübergehend und auf den starken Anstieg der weltweiten Energiekosten zurückzuführen.

Dritter schwerer Vorfall in sechs Wochen

Bereits vor dieser Explosion war das Gasnetz Syriens innerhalb von sechs Wochen von zwei weiteren Explosionen erschüttert worden. Die Syrische Erdölgesellschaft hatte mitgeteilt, dass die beiden vorherigen Vorfälle auf Sabotage zurückzuführen seien.

Die Behörden erklärten, auch im aktuellen Fall werde die Ursache untersucht; bislang hat sich niemand zu den Vorfällen bekannt. Die erneuten Störungen an der Energieinfrastruktur deuten darauf hin, dass der Druck auf die Stromerzeugung und das tägliche Leben kurzfristig anhalten dürfte.

"""