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Bei der ersten Ansprache standen Trauer, Pflicht und Zusammenhalt im Mittelpunkt

Norwegens neuer König Haakon VIII. hat in seiner ersten live übertragenen Ansprache einen Tag nach dem Tod seines Vaters, König Harald, erklärt, er werde dem Land als Monarch alles geben, was in seiner Macht stehe. Die am Samstag gehaltene Rede war einer der ersten großen symbolischen Schritte in der vom Land ausgerufenen Trauerzeit.

Haakon betonte, sein Vater habe Norwegen sowohl bei Besuchen im Inland als auch bei internationalen Kontakten mit Stolz vertreten. In seiner Ansprache sagte er zudem, dass seine Frau Königin Mette-Marit und seine Tochter, Kronprinzessin Ingrid Alexandra, ihn in dieser Zeit begleiteten, und bekräftigte sein Bekenntnis zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und einer Gesellschaft, in der alle den gleichen Wert haben.

Der Übergangsprozess nach dem Tod von König Harald

König Harald starb am Freitag im Alter von 89 Jahren. Der norwegische König hatte 35 Jahre lang auf dem Thron gesessen; nach Angaben aus dem Umfeld litt er an hämolytischer Anämie, die Müdigkeit und Atemnot verursachen kann.

Gedenken vor dem Palast in Oslo, Trauervorbereitungen im ganzen Land

Vor dem Königspalast in Oslo versammelten sich Zehntausende, um Harald zu gedenken. Der Palastplatz füllte sich mit Blumen, Kondolenzbotschaften und Kerzen, und Haakon dankte der Bevölkerung für die gezeigte Unterstützung.

Nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in anderen Teilen des Landes wurden in Kirchen und Verwaltungsgebäuden Kondolenzbücher ausgelegt; Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich, indem sie Kerzen anzündeten. Die norwegische Regierung hat eine nationale Trauerzeit ausgerufen, die nach der Beisetzung enden wird; ein Termin für die Beerdigung wurde bislang nicht bekannt gegeben.

  • Die Norwegische Kirche wird am Sonntag landesweit Gedenkgottesdienste abhalten.
  • In öffentlichen Gebäuden und Gotteshäusern wurden Kondolenzbücher für Besucher geöffnet.

Termine und heikle Debatten vor der Thronbesteigung

Haakon soll am Dienstag vor dem Parlament einen Eid ablegen, die norwegische Verfassung und die Gesetze zu wahren. Dieser Schritt gilt als einer der wichtigsten Abschnitte, der den formellen Teil des Thronwechsels abschließt.

Öffentliche Debatten im Schatten der Thronbesteigung

Der Amtsantritt des neuen Königs fällt in eine Zeit, in der im Umfeld des Palasts weiterhin einige Kontroversen andauern. Dazu gehören öffentliche Bewertungen der Beziehung von Königin Mette-Marit zum inzwischen verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sowie die Verurteilung von Haakons Stiefsohn Marius Borg Hoiby im Juni zu vier Jahren Haft wegen Vergewaltigung, häuslicher Gewalt und weiterer Delikte.

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