Transaktionen nach Sicherheitslücke gestoppt
NEAR Intents hat mitgeteilt, dass es infolge eines Sicherheitsvorfalls am Donnerstag zu einem Schaden von rund 3,8 Millionen US-Dollar gekommen ist. Nach dem Vorfall setzte die Plattform ihre Dienste aus; zudem wurden Ein- und Auszahlungen auf mehreren Blockchains vorübergehend deaktiviert. Den Angaben zufolge trat das Problem in der Infrastruktur für Cross-Chain-Transaktionen der Plattform auf.
Das Projektteam erklärte, der Vorfall sei auf einen Fehler in der Interaktion zwischen dem Omni-Einzahlungs- und Auszahlungssystem und dem Smart Contract von NEAR Intents zurückzuführen. Das Unternehmen teilte mit, die Lücke auf der Vertragsseite sei geschlossen worden und sämtliche betroffenen Gelder würden vollständig erstattet.
Warum Größe und Funktionsweise der Plattform wichtig sind
NEAR Intents bietet ein System, das Cross-Chain-Swaps ermöglicht, ohne dass Nutzer im Detail auswählen müssen, welche Bridge, welche Börse oder welche Transaktionsroute verwendet wird. Nutzer geben lediglich den gewünschten Tausch an; im Hintergrund konkurrieren unabhängige Marktteilnehmer, sogenannte Solver, darum, die Transaktion abzuschließen.
Laut Angaben auf der Website der Plattform hat das System ein Transaktionsvolumen von insgesamt mehr als 30 Milliarden US-Dollar über 35 Blockchains verarbeitet. Diese Größenordnung zeigt, dass der Sicherheitsvorfall nicht nur technisch, sondern auch mit Blick auf das Marktvertrauen genau beobachtet wird.
- Schadenshöhe: rund 3,8 Millionen US-Dollar
- Betroffener Bereich: Zusammenspiel von Omni-Einzahlungs-/Auszahlungssystem und Smart Contract
- Getroffene Maßnahme: Stopp der Dienste und Aussetzung von Transaktionen auf einzelnen Netzwerken
NEAR-Kurs fällt, Grundnetzwerk laut Angaben nicht betroffen
Auch der Markt reagierte auf den Vorfall, und zwar beim NEAR-Token. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde der Vermögenswert bei 4,82 US-Dollar gehandelt, was einem Rückgang von rund 6 % in den vergangenen 24 Stunden entspricht.
Gleichzeitig wurde betont, dass die gemeldete Schwachstelle nicht direkt die Haupt-Blockchain von NEAR Protocol betraf, sondern die Cross-Chain-Infrastruktur von NEAR Intents. Diese Unterscheidung deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck eher mit der Anwendungsebene als mit dem Mainnet selbst zusammenhängt.
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