Wie viele Vermögenswerte wurden beim More-Markets-Angriff abgezogen?
Der mFlowWFLOW-Kreditpool von More Markets wurde nach einer Transaktionsserie im Flow-EVM-Netzwerk leergeräumt. Nach Angaben des Sicherheitsunternehmens Blockaid, das die On-Chain-Daten ausgewertet hat, zog der Angreifer rund 9,3 Millionen Dollar beziehungsweise 15,5 Millionen Wrapped Flow (WFLOW) aus dem Pool ab.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatte das Protokoll den Vorfall öffentlich nicht bestätigt. Auch eine offizielle Mitteilung dazu, ob Nutzer direkt betroffen sind, lag nicht vor.
Wie lief der Angriff ab?
Die Rolle von E-mode und ankrFLOW
Blockaid zufolge nutzte der Angreifer das Liquid-Staking-Produkt ankrFLOW, um im System eine höhere Kreditaufnahmefähigkeit zu schaffen. Dabei sei der in Aave V3 verfügbare E-mode-Mechanismus eingesetzt worden.
E-mode gilt als Funktion, die für Vermögenswerte mit voraussichtlich ähnlicher Kursentwicklung höhere Kreditlimits erlaubt. Die Kombination aus Liquid-Staking-Token und zugehörigem Basiswert innerhalb derselben Struktur habe offenbar dazu geführt, dass aus dem Reservepool mehr als üblich entnommen werden konnte.
- Abgezogene Vermögenswerte: rund 15,5 Millionen WFLOW
- Von Blockaid geschätzter Wert: rund 9,3 Millionen Dollar
- Genannte Werkzeuge: ankrFLOW und E-mode
Was zeigen die August-Daten und die Marktauswirkungen?
Mit dem Vorfall stieg der laut DefiLlama im August 2026 durch Kryptoangriffe entstandene Gesamtschaden auf 139,7 Millionen Dollar. Damit war der August gemessen am Wert der drittgrößte Monat mit gestohlenen Vermögenswerten im Jahr 2026.
Der monatliche Gesamtschaden blieb dennoch deutlich unter den im Juli verzeichneten 254 Millionen Dollar. Bereits am Sonntag hatte das Cronos-Netzwerk seine Blockchain angehalten, nachdem ein gemeldeter Angriff im Wert von 75 Millionen Dollar das DeFi-Kreditprotokoll Tectonic getroffen hatte.
Die aufeinanderfolgenden Vorfälle rücken vor allem in DeFi-Protokollen mit Kreditvergabe- und Liquid-Staking-Strukturen Fragen zu Besicherungen, Kreditlimits und Risikomanagement erneut in den Fokus.
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