Such- und Evakuierungseinsatz nach der Flut
Nach der Sturzflut im Grand-Canyon-Gebiet im US-Bundesstaat Arizona gehen die Behörden davon aus, dass mehr als 20 Menschen vermisst werden oder nicht erreichbar sind. Nach Angaben des US National Park Service traf die Flut am Samstag gegen 14.30 Uhr Ortszeit den Bereich des Bright Angel Canyon und rund um die Phantom Ranch.
Der National Park Service (NPS) teilte mit, dass bislang 62 Menschen per Hubschrauber aus dem Gebiet gebracht wurden. Den Behörden zufolge gibt es bisher keine Meldungen über Verletzte im Zusammenhang mit dem Vorfall.
Nach der Flut seien in einigen Bereichen schwere Schäden entstanden, weshalb die betroffenen Wanderwege gesperrt wurden. Der NPS rief zudem alle auf, die am Samstag Informationen über Wanderer oder Rucksacktouristen im Innern des Canyons entlang des Bright Angel Creek-Korridors haben, sich bei der Behörde zu melden.
Neue Regenwarnungen erhöhen das Risiko
Für Sonntag und Montag werden nach Angaben der Behörden Gewitter und heftige Niederschläge erwartet. Dies könne zu weiteren Sturzfluten, Schlammlawinen, Steinschlägen und schnellen Veränderungen der Weg- und Flussbedingungen führen, warnte die Behörde.
- Einige Wanderwege im Bereich von Bright Angel Canyon und der Phantom Ranch wurden vorübergehend gesperrt.
- Die Evakuierungen und mögliche Suchaktionen sollen je nach Wetterlage fortgesetzt werden.
Warum ist der Zugang so schwierig?
Die Phantom Ranch ist nur zu Fuß, mit dem Maultier oder per Rafting auf dem Colorado River erreichbar. Dieser eingeschränkte Zugang erschwert nach der Sturzflut sowohl die Evakuierungsmaßnahmen als auch die Suche nach vermissten Personen erheblich.
Der Grand Canyon zählt mit rund 5 Millionen Besuchern pro Jahr zu den meistbesuchten Nationalparks der USA. Wegen der aktuellen Lage auf der beliebten Bright-Angel-Route werden Besucher gebeten, die offiziellen Warnhinweise genau zu beachten.
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