Warum sind DASK und Wohngebäudeversicherung nicht dieselbe Police?
DASK und Wohngebäudeversicherung werden oft miteinander verwechselt, verfolgen aber unterschiedliche Zwecke und haben einen unterschiedlichen Umfang. DASK, also die obligatorische Erdbebenversicherung, ist im Kern für Erdbeben und bestimmte, unmittelbar dadurch verursachte Sachschäden vorgesehen. Die Wohngebäudeversicherung ist dagegen freiwillig und kann – je nach Policeninhalt – einen deutlich weiter gefassten Schutz bieten.
Diese Unterscheidung ist vor allem im Schadensfall wichtig. Denn allein der Abschluss einer Police bedeutet nicht, dass jeder Schaden automatisch ersetzt wird. Der Umfang des Schutzes hängt unter anderem von Gebäudeschäden, Schäden an Einrichtungsgegenständen, Zusatzbausteinen und Ausschlüssen ab.
Welche Schäden decken DASK und Wohngebäudeversicherung ab?
Wann greift DASK?
Die obligatorische Erdbebenversicherung bietet grundsätzlich eine Absicherung für die Hauptteile eines Gebäudes, die durch ein Erdbeben beschädigt wurden. In der Praxis wird die genaue Grenze des Schutzes nach den Bedingungen der Police beurteilt.
- Schäden am Tragwerk und an baulichen Elementen durch ein Erdbeben
- Bestimmte unmittelbare physische Schäden, die direkt durch das Erdbeben verursacht werden
- Schäden an den wesentlichen, mit dem Gebäude verbundenen Teilen einer Wohneinheit
Persönliche Gegenstände im Haus, elektronische Geräte oder alle Folgeschäden fallen hingegen nicht automatisch unter diesen Schutz. Wer nur DASK abschließt, ist daher nicht vollständig gegen alle Wohnrisiken abgesichert.
In welchen Bereichen schützt die Wohngebäudeversicherung?
Der Policenumfang variiert je nach Versicherer und gewähltem Tarif, doch eine Wohngebäudeversicherung ist in der Regel auf breitere Risiken ausgelegt. Maßgeblich ist dabei vor allem, welche zusätzlichen Leistungen neben dem Basisschutz eingeschlossen werden.
- Risiken wie Feuer, Rauch und Explosion
- Wasserschäden, Schäden an Leitungen und ähnliche Defekte
- Zusatzbausteine für Einbruchdiebstahl, Glasbruch oder elektronische Geräte
- Bei manchen Policen Mietausfall, vorübergehende Unterbringung oder Haftpflichtschutz
Allerdings ist nicht jede Wohngebäudeversicherung gleich. Manche Policen decken nur das Gebäude ab, andere umfassen auch den Hausrat. Deshalb sollte man beim Vergleich der Angebote nicht nur auf die Prämie achten, sondern auch darauf, welche Risiken eingeschlossen sind.
Wie liest man die Unterschiede bei den Deckungen richtig?
Die Deckungsunterschiede zeigen sich am deutlichsten in den besonderen Bedingungen und Ausschlüssen. Wichtig ist nicht nur, welche Schäden ersetzt werden, sondern auch, welche Fälle ausdrücklich nicht versichert sind. Vor allem Hausratsschäden nach einem Erdbeben, Überschwemmung, Hilfsleistungen und Zusatzkosten sollten genau geprüft werden.
In der Praxis ist es am sinnvollsten, DASK als gesetzlich vorgeschriebenen Basisschutz zu sehen und die Wohngebäudeversicherung als ergänzenden Schutz nach Bedarf. Ob man Eigentümer oder Mieter ist, ob sich Hausrat in der Wohnung befindet und wie hoch das Risikoprofil der Region ist, kann die Entscheidung ebenfalls beeinflussen.
"""Zusammengefasst sind DASK und Wohngebäudeversicherung keine Alternativen zueinander, sondern in vielen Fällen zwei unterschiedliche, sich ergänzende Versicherungen.
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