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Wie stark ist die Verbindung zwischen Dollarindex und Bitcoin?

Obwohl sich die Beziehung zwischen Bitcoin und dem DXY zuletzt deutlicher in entgegengesetzte Richtungen entwickelt hat, zeigen die Daten, dass dies allein kein dominierender Marktfaktor ist. Nach einer Auswertung von CoinDesk auf Basis von TradingView können Bewegungen im Dollarindex den BTC-Kurs beeinflussen, dieser Effekt fällt jedoch weniger stark aus als oft angenommen.

In den vergangenen 90 Handelstagen lag die Korrelation zwischen den täglichen Bewegungen von BTC und DXY bei -0,41. Der negative Wert deutet darauf hin, dass sich beide Assets meist gegensätzlich bewegen. Dieses Niveau war zugleich die stärkste inverse Beziehung seit Februar 2023.

Statistisch bleibt der Zusammenhang dennoch begrenzt. Der aus den Daten abgeleitete R-Quadrat-Wert von 0,17 zeigt, dass der Dollarindex nur rund 17 % der Schwankungen in den täglichen Bitcoin-Renditen erklären kann. Anders gesagt: Der Großteil der BTC-Volatilität wird von anderen Faktoren bestimmt.

Im kurzfristigen Blick stechen zwei Tage hervor

Auf kürzere Sicht liegt die 30-Tage-Korrelation bei -0,45. Dieses Bild wurde jedoch offenbar stark von den Bewegungen am 19. August und 3. September geprägt.

An diesen beiden Tagen legte Bitcoin um mehr als 5 % zu, während der Dollarindex nachgab. Werden diese Tage aus der Berechnung herausgenommen, sinkt die 30-Tage-Korrelation auf -0,19. Das deutet darauf hin, dass das kurzfristige Bild deutlich rauschiger und anfälliger ist.

  • Am 19. August und 3. September legte BTC um mehr als 5 % zu.
  • Der Rückgang im DXY verstärkte zugleich die kurzfristig negative Korrelation.

Langfristig wirkt die Beziehung lockerer

Über einen längeren Zeitraum betrachtet hat sich die Dollar-Bitcoin-Verbindung abgeschwächt. Seit Januar 2020 liegt der Durchschnitt der 90-Tage-Korrelation bei -0,14. In einzelnen Phasen drehte der Zusammenhang sogar ins Positive und erreichte im November 2024 mit +0,22 seinen Höchstwert.

Auch der Bezug zu Anleiherenditen bleibt schwach

Der Bericht erinnert zudem daran, dass Bitcoin auch mit den Renditen von US-Staatsanleihen keine nennenswerte Korrelation zeigt. Dass sowohl die Verbindung zum Dollarindex als auch jene zu den Anleiherenditen begrenzt ist, stützt die Einschätzung, Bitcoin könne in Portfolios als Diversifikationsinstrument dienen.

Ob diese relative Unabhängigkeit Bestand hat, bleibt jedoch ein Punkt, den die Märkte weiter beobachten dürften. Die Daten zeigen vorerst, dass ein stärkerer Dollar keinen automatischen und vollständig erklärenden Druck auf Bitcoin ausübt.

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