Beschäftigungszuwachs bleibt klar unter den Erwartungen
Laut den Daten zur ADP-Privatbeschäftigung schufen Unternehmen in den USA im August 38.000 neue Stellen. Der Wert für Juli wurde nach oben auf 46.000 revidiert, während der Marktkonsens bei 47.000 gelegen hatte. Damit blieb das Beschäftigungswachstum zwar im positiven Bereich, fiel aber auf den niedrigsten monatlichen Zuwachs seit Jahresbeginn.
Die Verteilung nach Branchen zeigte, dass die Neueinstellungen nicht breit angelegt waren. Bildung und Gesundheitswesen machten mit 45.000 den größten Teil des Zuwachses aus, gefolgt von Freizeit und Gastgewerbe mit 16.000 sowie dem Baugewerbe mit 12.000. In vielen anderen Bereichen gingen die Beschäftigtenzahlen dagegen zurück.
Welche Branchen legten zu?
- Bildung und Gesundheitswesen: 45.000
- Freizeit und Gastgewerbe: 16.000
- Baugewerbe: 12.000
Bereiche mit Beschäftigungsverlusten
- Verarbeitendes Gewerbe: -17.000
- Freiberufliche und unternehmensnahe Dienstleistungen: -16.000
- Rohstoffgewinnung und Bergbau: -5.000
- Handel, Transport und Versorgungsunternehmen: -5.000
Was sagt die Entwicklung nach Unternehmensgröße aus?
Nahezu der gesamte Nettozuwachs im August entfiel auf große Unternehmen. Betriebe mit 500 oder mehr Beschäftigten schufen 34.000 Stellen, während kleine Firmen mit weniger als 50 Mitarbeitern nur 3.000 zusätzliche Jobs meldeten. Das deutet darauf hin, dass die Einstellungsbereitschaft vor allem bei Großunternehmen konzentriert war.
Keine Veränderung beim Lohnanstieg
ADP weist die Lohndaten seit August getrennt nach Grundlohn sowie nach Bruttoverdiensten aus, zu denen auch Trinkgelder, Boni und Provisionen zählen. Für Beschäftigte, die im selben Job blieben, stieg der Grundlohn auf Jahressicht um 3 Prozent, die Bruttoverdienste um 4,4 Prozent; beide Werte lagen unverändert zum Juli. Unter Einbeziehung aller Beschäftigten betrugen die Zuwächse 3,2 Prozent beziehungsweise 4,7 Prozent.
Der Blick richtet sich nun auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten
Der ADP-Bericht gilt in der Regel als früher Hinweis vor der Veröffentlichung der Nonfarm Payrolls des Bureau of Labor Statistics (BLS, US-Statistikbehörde), die üblicherweise am Freitag veröffentlicht werden. Am Markt wird nach dem Rückgang um 23.000 im Juli für August ein Zuwachs von 53.000 Stellen erwartet. Die Arbeitslosenquote dürfte demnach bei 4,1 Prozent verharren.
Die aktuellen Daten verstärken die Hinweise darauf, dass der US-Arbeitsmarkt an Dynamik verliert. Gleichzeitig richtet sich der Fokus der Anleger auf die möglichen Auswirkungen der offiziellen Beschäftigungszahlen auf die Geldpolitik und die Markterwartungen.
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