Im Weißen Haus stand die KI-Politik im Mittelpunkt
US-Präsident Donald Trump, der sich stark für Künstliche Intelligenz einsetzt, erklärte nach einem Treffen mit Technologie-Managern am Dienstag im Weißen Haus, der Name dieser Technologie sei in „Superintelligenz“ geändert worden. Trump sagte vor Journalisten, die Änderung sei mit einem unterzeichneten Dokument „offiziell“ gemacht worden.
Was genau in dem Dokument steht und ob es rechtlich bindend ist, blieb allerdings unklar. Auf die Frage, ob das Papier verbindlich sei, sagte Trump, es sei „moralisch bindend“; das Weiße Haus reagierte zunächst nicht auf weitere Anfragen.
Welcher Rahmen stand bei dem Treffen im Vordergrund?
Der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, der an dem Treffen teilnahm, sagte, die Teilnehmer hätten ein Grundsatzpapier mit dem Titel „The White House Accord on Superintelligence: A Joint Commitment on Frontier SI Responsibilities“ unterzeichnet. Demnach enthalte das Dokument freiwillige Zusagen der Branche sowie Kontrollmechanismen innerhalb und außerhalb der Unternehmen.
- Freiwillige Zusagen der Branche
- Starke interne Kontrollmechanismen
- Interne und externe Prüfebenen
Johnson betonte, Sicherheit und Innovation seien keine gegensätzlichen Ziele. Auf die Frage, warum keine verpflichtenden staatlichen Sicherheitsgrenzen eingeführt werden sollten, sagte Trump, die Menschen in diesem Bereich kümmerten sich um das Land und die Welt.
Umfragen zeigen wenig Rückhalt für Trumps KI-Kurs
Eine am selben Tag veröffentlichte Umfrage der Quinnipiac University ergab, dass nur 25 % von Trumps Umgang mit Künstlicher Intelligenz überzeugt sind. 58 % der Befragten gaben hingegen an, seine Politik in diesem Bereich nicht zu unterstützen.
In der zwischen dem 24. und 27. September durchgeführten Umfrage mit einer Fehlermarge von 3,8 Prozentpunkten lag das Thema KI auch hinter mehreren anderen Politikfeldern zurück. In derselben Erhebung lag die Zustimmung zum Umgang mit dem Iran-Krieg bei 28 %, zur Wirtschaft bei 31 % und zur US-China-Politik bei 34 %.
Debatte um Regulierung und politische Botschaften
Auf die Frage, ob seine Unterstützung für Künstliche Intelligenz und Rechenzentren den Republikanern bei den bevorstehenden Zwischenwahlen schaden könnte, sagte Trump, er müsse „das Richtige tun“. Johnson erklärte zudem, unter den Republikanern herrsche Einigkeit darüber, dass die USA im KI-Wettlauf keinen Vorteil gegenüber China verlieren dürften.
Mark R. Warner, stellvertretender Vorsitzender des Geheimdienstausschusses im Senat, kritisierte den Kurs der Regierung Trump. Die Risiken immer leistungsfähigerer KI-Systeme ließen sich nicht allein durch eine Namensänderung beseitigen, sagte Warner.
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