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Nicht nur das Ergebnis sorgte für Diskussionen

In der UEFA Nations League besiegte Irland am Sonntag im ersten Spiel in Ungarn Israel mit 3:0. Doch die Begegnung sorgte nicht nur wegen des Ergebnisses international für Aufmerksamkeit, sondern auch wegen Solidaritätsbekundungen für Palästina und seit Monaten anhaltender Boykottaufrufe.

Der Irische Fußballverband (FAI) teilte mit, dass die Entscheidung, die Mannschaft antreten zu lassen, nach stundenlangen Gesprächen und einer Abstimmung unter den Spielern gefallen sei. FAI-CEO David Courell erklärte, die Spieler würden schwarze Armbinden tragen, um der im Konflikt getöteten Menschen zu gedenken.

Nach Angaben des Verbands war der israelischen Seite im Vorfeld mitgeteilt worden, dass die irischen Spieler vor der Partie nicht mit dem israelischen Team die Hand geben würden. Auch die UEFA habe dieser Regelung zugestimmt, hieß es.

Wie verhielt sich das irische Team auf dem Platz?

Die irischen Spieler traten mit schwarzen Armbinden an. Zudem senkte das Team während der israelischen Nationalhymne die Köpfe und verzichtete bei der Zeremonie auf das Händeschütteln mit den Gegenspielern.

  • Die Spieler trugen schwarze Armbinden.
  • Während der israelischen Nationalhymne wurden die Köpfe gesenkt.
  • Vor dem Spiel gab es keinen Handschlag.

Irlands Kapitän Dara O'Shea habe außerdem zugesagt, sämtliche Einnahmen aus diesem Spiel für Hilfe in Gaza zu spenden. Die Schritte zeigten, dass die Partie nicht nur als sportliches Ereignis wahrgenommen wurde.

Boykottaufrufe und die Lage vor dem zweiten Spiel

Widerspruch im Team und in der Öffentlichkeit

Gavin Bazunu war nach der Ankündigung der FAI, die Partie auszutragen, der einzige Spieler, der sich öffentlich von diesem Termin distanzierte. Der Torhüter erklärte am Samstag in den sozialen Medien, er halte eine Teilnahme an diesen Spielen für falsch.

Bazunu ziehe sich damit sowohl aus dieser Begegnung als auch aus dem zweiten Spiel zurück, das am 4. Oktober im serbischen Bačka Topola angesetzt ist. Damit bleiben die Kontroversen auch nach der ersten Partie weiter Thema.

Der Druck auf den Verband hält seit Monaten an

Schon vor dem Spiel stand die FAI wegen der Boykottforderungen seit Langem unter Druck. Seit Mai hätten sich führende irische Fußballer der Kampagne von Irish Sport for Palestine angeschlossen und den Verband aufgefordert, seine Entscheidung zu überdenken.

Mehr als 160 irische Sportler hätten einen im Rahmen der Kampagne veröffentlichten offenen Brief unterzeichnet. Die Initiative wirft Israel vor, gegen die Regeln von UEFA und FIFA zu verstoßen, indem es Teams auf besetztem palästinensischem Gebiet spielen lasse, und fordert eine Überprüfung der Mitgliedschaft.

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