Umsatz im zweiten Quartal gestiegen, Nettogewinn gesunken
Buckle hat in den am 21. August veröffentlichten Ergebnissen für das zweite Quartal den Nettoumsatz im Jahresvergleich um 4,6 % auf 319,8 Millionen US-Dollar gesteigert. Der Nettogewinn sank hingegen von 45 Millionen US-Dollar auf 44,4 Millionen US-Dollar; das verwässerte Ergebnis je Aktie ging von 0,89 US-Dollar auf 0,87 US-Dollar zurück.
Treiber des Umsatzwachstums war vor allem die Frauenkategorie. In dem am 1. August 2026 beendeten Quartal stiegen die Verkäufe von Damenbekleidung im Jahresvergleich um 9,5 %, ihr Anteil am Gesamtumsatz kletterte von 47,5 % auf 50 %. Damit wuchs das Frauengeschäft deutlich stärker als der Unternehmensdurchschnitt.
Denim und alternative Hosen gefragt
Im Damen-Denim-Geschäft legten die Verkäufe um 11 % zu, während der Durchschnittspreis von 85,35 US-Dollar auf 92,50 US-Dollar stieg. In der Kategorie der alternativen Hosen stieg die Nachfrage dank gemusterter, farbiger und weiter geschnittener Modelle um rund 50 %. Auch die Verkäufe von Kinderbekleidung wuchsen nach einem bereits starken Vorjahresquartal um 11 %.
Diese Dynamik spiegelte sich auch in einzelnen Ertragskennzahlen wider. Die Bruttomarge verbesserte sich um 40 Basispunkte auf 47,8 %. Die Produktmarge legte um 110 Basispunkte zu; ohne einen einmaligen Zollrückerstattungseffekt in Höhe von 2,5 Millionen US-Dollar blieb immer noch ein Plus von 45 Basispunkten. Der Anteil der Eigenmarken stieg zudem von 43,5 % auf 44,5 %.
Schwäche im Männersegment und höhere Kosten belasten
Operative Marge gibt nach
Das Männersegment des Unternehmens blieb dagegen nahezu unverändert und sank am Gesamtumsatz von 52,5 % auf 50 %. Die Verkäufe von Herren-Denim gingen um 3,5 % zurück, was Buckle auf nachlassende Nachfrage bei höherpreisigen nationalen Marken zurückführt. Auch das Wachstum im Schuhgeschäft blieb mit 0,5 % sehr begrenzt.
Gleichzeitig stiegen die Verkaufs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen von 29 % des Nettoumsatzes auf 30,4 %. Ein Anstieg der Marketingkosten um 45 Basispunkte sowie höhere Personalkosten in den Filialen um 35 Basispunkte drückten die operative Marge von 18,4 % auf 17,4 %.
Die Lagerbestände erhöhten sich um 13,3 % auf 161,4 Millionen US-Dollar und stiegen damit stärker als der Quartalsumsatz. Auch die Artikelzahl pro Transaktion sank um rund 1 %; das deutet darauf hin, dass Kunden pro Besuch weniger Artikel kauften, aber mehr ausgaben. Im selben Zeitraum eröffnete das Unternehmen fünf neue Filialen, modernisierte fünf Standorte und kam in 42 Bundesstaaten auf insgesamt 446 Geschäfte. Die liquiden Mittel und Wertpapieranlagen beliefen sich zum Quartalsende auf 323 Millionen US-Dollar.
Marktsignale bleiben verhalten
Bewertung niedrig, Anlegerinteresse schwächer
Bei der Aktie ergibt sich ein gemischtes Bild. Die Zahl der Hedgefonds mit einer Position in Buckle sank im vergangenen Quartal von 39 auf 30, während die Leerverkaufsquote bei 11,57 % lag. Das spricht für eine weiter vorsichtige Haltung einiger institutioneller Investoren.
- Die Forward-KGV-Bewertung der Aktie liegt per 26. August bei 11,75.
- Bleibt das Wachstum im Frauensegment stark, könnte dieser Multiplikator niedrig erscheinen; die Schwäche im Männersegment und steigende Kosten könnten den Druck auf die Aktie jedoch aufrechterhalten.
Die Ergebnisse des zweiten Quartals zeigten für Buckle zwei gegenläufige Trends: starkes Wachstum bei Frauenprodukten und Margendruck durch Kosten. Im Fokus des Marktes wird nun stehen, ob die Dynamik im Frauengeschäft die Schwäche im Männersegment und die steigenden operativen Ausgaben ausreichend ausgleichen kann.
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