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Bitcoin nach US-Arbeitsmarktdaten mit kräftigem Kurssprung

Bitcoin ist am Freitag nach den schwachen US-Arbeitsmarktdaten kurzzeitig deutlich gestiegen und erreichte auf Bitstamp ein Niveau von 87.229 Dollar. Damit näherte sich der Kurs den Hochs der vergangenen acht Monate, konnte das Plus aber nicht halten und fiel zum Zeitpunkt der Berichterstattung wieder unter 86.000 Dollar zurück.

Auch die US-Aktienmärkte reagierten auf die Daten mit Gewinnen zum Handelsstart an der Wall Street. Der S&P 500 legte um rund 1 % zu, der technologielastige Nasdaq Composite um 1,8 %, während die Erwartungen der Anleger an weitere aggressive Schritte der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) deutlich nachließen.

Was die Nonfarm-Payrolls und die Fed-Erwartungen zeigen

Die Nonfarm Payrolls für September blieben klar unter den Markterwartungen. In der US-Wirtschaft entstanden 29.000 neue Stellen, erwartet worden waren 84.000; zudem wurde der August-Wert von 162.000 auf 133.000 nach unten revidiert.

Laut den FedWatch-Daten der CME Group sank die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed um 0,25 Prozentpunkte auf der Oktobersitzung von 64 % vor einer Woche auf 18 %. Diese Entwicklung sorgte vor allem am Anleihemarkt für fallende Renditen und stützte riskantere Anlagen.

  • US-Rendite 30-jähriger Staatsanleihen: 5,573 %
  • US-Rendite 10-jähriger Staatsanleihen: 5,2 %

Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben damit am zweiten Handelstag in Folge nach. Noch am Mittwoch hatten beide Laufzeiten jedoch den höchsten Stand seit 24 Jahren erreicht; der Markt hatte die von der Fed genau beobachteten, im August etwas schwächeren PCE-Inflationsdaten zu diesem Zeitpunkt weitgehend ausgeblendet.

Bitcoin: Widerstände und Unterstützungen im Blick

Auch wenn die erste Reaktion kräftig ausfiel, konnte sich Bitcoin nicht über den mehrmonatigen Hochs vom September festsetzen. Im Orderbuch der Börsen wird ein Verkaufsblock um 87.300 Dollar als neue Widerstandszone beobachtet, während 82.800 Dollar auf dem Tageschart als wichtige Unterstützung gilt.

Marktbeobachter sehen in den schwächeren Arbeitsmarktdaten und den rückläufigen Anleiherenditen ein grundsätzlich unterstützendes Umfeld für Bitcoin. Sollte der Druck durch die Realzinsen weiter nachlassen, könnte die Aufwärtsbewegung bei Kryptowerten wieder an Dynamik gewinnen.

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